Grüne: „Unsere Anträge wurden berücksichtigt“

Grüne: „Unsere Anträge wurden berücksichtigt“ Fraktionsvorsitzender Jürgen Rosenow: „Wir können den Haushaltsplan 2018 akzeptieren“

Lage. Jürgen Rosenow, Vorsitzender der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen ist zufrieden, insbesondere mit dem städtischen Haushaltsplan für 2018. Bei der Verabschiedung des Haushalts während der letzten Ratssitzung vor dem Jahreswechsel stimmten darum auch die Bündnisgrünen für den von Kämmerer Frank Limpke vorgelegten Etatentwurf - nicht zuletzt deshalb, weil im kommunalen Zahlenwerk das Geld genehmigt wird für sieben Einzelmaßnahmen, die zum Teil von den Grünen beantragt worden waren (der Postillon berichtete) und an die Jürgen Rosenow während der Ratssitzung erinnerte.
Der Fraktionsvorsitzende: „Die Beratungen in den Ausschüssen haben das folgende Ergebnis gebracht: 1. Für den barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen sind jeweils 100.000 Euro im Haushaltsplan 2018 und 2019 eingestellt. Die gefährliche Bushaltestelle an der Lemgoer Straße linksseitig in Richtung Lemgo wird in das Programm mit aufgenommen, falls eine Verlegung der Schulbuslinie durch das alte Dorf Hardissen nicht möglich ist.
2. Der Fuß- und Radweg an der Afrikastraße wird in Eigenleistung des Bauhofes saniert. 3. Die von uns 2016 beantragte Renaturierung der Werre an der Breiten Straße wird weiter geplant und 2019 realisiert. 4. Der Spielplatz an der Ringstraße in Ohrsen wird wiederbelebt. 10.000 Euro stehen für dieses Jahr bereit.
5. Die im Jahr 2013 vom Rat der Stadt beschlossene Einstellung eines Energiemanagers ist jetzt endlich in Sicht. Der Förderantrag ist gestellt und die Stelle im Stellenplan verankert. 6. Die baulichen Voraussetzungen für die Einrichtung einer 6. OGS-Gruppe an der Grundschule am Sedanplatz, von uns 2017 beantragt, werden nun hoffentlich Mitte des kommenden Jahres geschaffen sein. 7. Eine weitere Stelle im Bauhof ist beschlossen.“
Kritisch sei anzumerken, dass der Ausbau der Bürgerradwege in Pottenhausen, Waddenhausen und Hagen, vor acht Jahren von der damaligen „Jamaika-Koalition“ beschlossen (der Postillon berichtete), immer noch nur sehr schleppend vorangehe. Rosenow: „Unserem Antrag, die Mittel für Bürgerradwege aufzustocken, wurde leider nicht gefolgt.“ Ein wesentliches Ziel des Verkehrsentwicklungsplans sei, den Radverkehr von derzeit etwa 10 Prozent des Gesamtverkehrs bis 2025 auf etwa 20 Prozent zu erhöhen. Das könne aber nur gelingen, wenn man die entsprechende Infrastruktur in Lage schaffe.
In den vergangenen Jahren hätten Ratsmitglieder von CDU und FDP „in schöner Regelmäßigkeit“ kritisiert, dass die rot-grüne Landesregierung Wohltaten beschließe und die Kosten dafür zu einem großen Teil auf die Kommunen abwälze. Die CDU habe versprochen, nach einem Regierungswechsel für ein Ende dieser Praxis zu sorgen. Leider habe sich an der Belastung der Kommunen aber nichts geändert.
Der Fraktionsvorsitzende: „So wird beispielsweise die Integrationspauschale in Höhe von 434 Millionen Euro, die die Bundesregierung bereitstellt, vom Land einkassiert. Nichts davon wird an die Kommunen, die die Hauptlast zu tragen haben, weitergeleitet. Für den Beschluss, die Krankenhausfinanzierung um 250 Millionen zu erhöhen, lässt sich die neue Landesregierung feiern. Statt mit dieser Summe in gleicher Höhe den Landeshaushalt zu belasten, werden allerdings 100 Millionen davon den Kommunen aufgebürdet. Für Lage bedeutet das eine zusätzliche Mehrausgabe in Höhe von 234.000 Euro.“
Die Grünen im Stadtrat würden die für das Jahr 2018 geplanten Investitionsmaßnahmen begrüßen. Hervorzuheben seien die baulichen Maßnahmen in neun Schulgebäuden in Höhe von 2,389 Mio. Euro sowie die energetischen Sanierungen der Sporthallen I und II und des Hallenbades in Höhe von 550.000 Euro. Für die Kunstrasenplätze stehe eine Mio. Euro bereit. Erfreulich seien auch die Investitionen in die Gewässerrenaturierung in Höhe von 260.000 Euro.
Jürgen Rosenow: „Wir können in diesem Jahr den Haushaltsplan 2018 akzeptieren, weil wir den wesentlichen Investitionsmaßnahmen zustimmen und unsere Anträge überwiegend berück­sichtigt wurden. Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass alle beschlossenen Maßnahmen im kommenden Haushaltsjahr umgesetzt werden.“

„Strenge Ausgabendisziplin wahren“

„Strenge Ausgabendisziplin wahren“ Stadtrat einstimmig für die Entlastung von Bürgermeister Christian Liebrecht

Lage. Der Rechnungsprüfungsausschuss der Stadt Lage tagte Anfang Dezember und befasste sich mit der Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2016 sowie der Behandlung des Jahresergebnisses und der Entlastung des Bürgermeisters. Als Gäste waren anwesend Andreas Jürgens, Wirtschaftsprüfer der Concunia Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aus Münster, sowie Wolfgang Lübbe vom Bereich Revision und Recht des Kreises Lippe.
Der Ausschuss empfahl dem Rat einstimmig, den Jahresabschluss festzustellen, den festgestellten Jahresgewinn in Höhe von 140.137,37 Euro der Ausgleichs­rücklage zuzuführen sowie dem Bürgermeister Entlastung zu erteilen. Auf seiner letzten Sitzung vor dem Jahreswechsel schloss sich der Stadtrat diesem Votum des Rechnungsprüfungsausschusses ebenfalls einstimmig an. Vor der Abstimmung im Rat bilanzierte CDU-Ratsherr und Ausschussvorsitzender Michael Biermann Lages kommunale Finanzentwicklung im Jahr 2016:
„Im Haushaltsjahr 2016 ist ein Jahresüberschuss in Höhe von ca. 140.000 Euro erzielt worden. Bei der Haushaltsplanung war noch von einem Fehlbetrag von rund 780.000 Euro ausgegangen worden. Die Haushaltsentwicklung gestaltete sich also grundsätzlich positiv. Die ordentlichen Erträge sind im Vergleich zur Haushaltsplanung um 3,7 Mio. Euro gestiegen. Die Steigerung ist insbesondere auf höhere Gewerbesteu­ererträge (ein Plus von rund 960.000 Euro gegenüber dem Ansatz) sowie höhere Kostenerstattungen und -umlagen zurückzuführen.
Die ordentlichen Aufwendungen sind gegenüber der Planung um 3,2 Mio. Euro gestiegen. Dabei gingen die Steigerungen insbesondere auf höhere Aufwendungen für die Unterhaltung und Bewirtschaftung von Grundstükken, baulichen Anlagen und Infrastrukturvermögen, eine gestiegene Kreisumlage (Kreisumlage +680.000 Euro gegenüber 2015) und gestiegene Sozialtransferaufwendungen zurück.
Auch über Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung hat sich der Ausschuss informiert. Die voraussichtliche Entwicklung der Stadt Lage hängt im Wesentlichen von den zukünftigen Jahresergebnissen ab. So bestehen Risiken insbesondere in der Verschuldung der Stadt. Diese betrug am Stichtag 31. Dezember 2016 pro Einwohner 2.539 Euro; beim Kreis Lippe schlagen die Schulden mit 2.343 Euro pro Einwohner zu Buche; NRW-weit liegt der Durchschnitt bei 2.877 Euro. Durch das negative Zinsniveau ist die Stadt Lage durch die bestehenden Zinssicherungsgeschäfte stärker als ursprünglich erwartet belastet.
Chancen können sich aus bestehenden Bauprojekten ergeben, die im Jahr 2016 begonnen wurden. Hier ist insbesondere der Neubau unseres Rathauses zu nennen. Auswirkungen können sich aus der demografischen Entwicklung für unsere Stadt ergeben. Eine älter werdende Gesellschaft und der Wegzug von Teilen der jungen Bevölkerung in die Mittelzentren können sich auf die laufenden Aufwendungen der Stadt negativ auswirken. Allerdings kann der Zuzug junger Familien auf Grund der Nähe zur Stadt Bielefeld auch einen positiven Effekt erwarten lassen. Die Ausweisung eines neuen Baugebiets in Ehrentrup („Obere Bült“) oder die energetische Sanierung aller Schulstandorte sind hier sicher die richtigen Wege, um junge Familien in Lage zu halten bzw. sie für die Zuckerstadt zu gewinnen.
Ferner kann die Entwicklung der Flüchtlingssituation nur schwer abgeschätzt werden.
Als Ergebnis der Prüfung wird attestiert, dass der Jahresabschluss 2016 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Schulden-, Ertrags- und Finanzlage der Stadt Lage zeigt. Die Prüfungen haben zu keinen Einwendungen geführt.
Eine strenge Ausgabendisziplin gilt es in den kommenden Jahren aber nach wie vor zu wahren, zumal gerade die Gewerbesteuerentwicklung teilweise unberechenbar ist. Und auch die Zinsentwicklung weist nicht endlos nach unten. Und eine erneute Haushaltssicherung ist sicher nicht erstrebenswert.“

Schwungvolles und intensives Weihnachtskonzert

Schwungvolles und intensives Weihnachtskonzert „Inspiration“ und „Voices of Confidence“ brillierten mit 44. „Songs for Christmas“ vor ausverkauftem Haus

Lage. „Look at the World“ mit der großartigen Solistin Asami Horie-Weber und „Colors of the Wind“ waren die zwei ersten Songs, mit denen die beiden Chöre „Inspiration“ und „Voices of Confidence“ vom Gospelchor Stapelage ihr Weihnachtskonzert in der katholischen Kirche St. Peter und Paul gemeinsam eröffneten. Die (im doppelten Wortsinn) harmonische Aufforderung dieser Lieder, auf die Welt zu schauen, um sich als Teil der Welt zu verstehen, war am Sonntag, 10. Dezember 2017, zugleich das unterschwellige Motto des Konzerts, mit dem die Stapelager Sänger und Sängerinnen rund zwei Stunden lang für aufmerksame, intensive aber auch unbeschwerte Stimmung in der ausverkauften Kirche sorgten.
Das Konzert „Songs for Christmas 2017“ fand in St. Peter und Paul statt, weil man zum Zeitpunkt der Konzertterminierung nicht hundertprozentig sicher sein konnte, dass die Renovierungsarbeiten in der evangelisch-reformierten Marktkirche tatsächlich abgeschlossen sein würden. Vorsorglich hatte der Gospelchor Stapelage deshalb in die katholische Kirche eingeladen.
Nahezu vom ersten Takt an gingen die Zuhörenden im Rhythmus der Lieder und Gospels mit und unterstrichen damit, dass ihnen der frische, natürliche und zuweilen poppige Sound der Frauen und Männer um Chorleiter Professor em. Rainer Weber bestens gefällt. Swing und Rhythmus ohne zu dick aufgetragene Sentimentalität, aber immer aufmerksam und konzentriert - so lässt sich weihnachtliche Musik zelebrieren, ohne sich im Balladesken zu verlieren.
Professor em. Rainer Weber hatte nachdenkliche, fröhliche und überaus populäre Songs zu einem Weihnachtskonzert zusammengestellt, dessen Schwerpunkt Lieder aus dem englischsprachigen Raum bildeten.
Nach Gospel-Tradition wurden einige Lieder präsentiert zusammen mit den Vorsängern bzw. Solistinnen: Ingo Einwachter, Asami Horie-Weber (auch im Duett mit ihrer neunjährigen Tochter Mira Weber), Helmut Mühlenmeier und Monika Rey. Unbedingt erwähnenswert auch die kurzweilige Moderation von Jutta Jarcke und Ingo Einwachter.
Großes Kino in der Kirche
Das diesjährige Gospel-Chor-Weihnachtskonzert war bereits das 44. Weihnachtskonzert in ununterbrochener Folge, zumindest was den Männerchor „Voices of Confidence“ betrifft. Für den Konzertauftakt, den der Frauenchor „Inspiration“ und der Männerchor „Voices of Confidence“ gemeinsam gestalteten, hatte Chorleiter Weber die eingangs erwähnte zeitgenössische Weihnachtskantate „Look at the World“ des britischen Komponisten und Chorleiters John Rutter (geb. 1945) ausgewählt. Dieser Kantate schloss sich „Colors of the Wind“ an, ein Lied aus dem Jahre 1995. Es wurde für den Film Pocahontas geschrieben von Alan Menken (Musik) und Stephen Schwartz (Text). Im Film versucht Pocahontas, John Smith davon zu überzeugen, dass die Schönheit der Natur erhaltenswert ist und nicht aus finanziellem Interesse zerstört werden sollte. „Colors of the Wind“ bekam einen Oscar und den Golden Globe jeweils in der Kategorie bester Filmsong. Großes Kino also in St. Peter und Paul!
Anschließend ließen die Männer von „Voices of Confidence“ keinen Zweifel daran, dass es bis Weih­nachten nur noch etwa zwei Wochen waren. Sie zelebrierten drei Lieder, die allesamt Weihnachtshits waren bzw. Eingang in die Pop-Kultur gefunden haben. „Silver Bells“ mit Helmut Mühlenmeier als Solist, „Jingle Bell Rock“ und „Feliz Navidad“.
Silver Bells ist ein weihnachtlicher Song aus dem bekannten Film „The Lemon Drop Kid“ mit Bob Hope und Merilyn Maxwell aus dem Jahr 1951. Ein Jahr vorher wurde das Lied durch eine Aufnahme von Bing Crosby bekannt. Jingle Bell Rock ist ein poppiger Weihnachtssong von Bobby Helms aus dem Jahr 1958, der teilweise an den Klassiker „Jingle Bells“ erinnert. Feliz Navidad schließlich ist einer der weltweit bekanntesten Weihnachtssongs von dem erblindeten Sänger und Musiker José Feliciano, der sowohl in Amerika als auch in Argentinien lebte (daher die Zweisprachigkeit des Liedes).

„From a Distance“
Es schloss sich ein Duo an, nämlich Monika Rey und Ingo Einwachter, die beide sehr intensiv „From a Dis­tance“ vortrugen, einen Song der amerikanischen Liedschreiberin Julie Gold aus dem Jahr 1980. Das Lied wurde allerdings erst 1990 weltweit bekannt durch Bette Midlers Coverversion. Diese Version bekam im Jahr 1991 einen Grammy als „Song of the Year“. Bette Midler nahm 2006 dieses Lied nochmals in einer leicht geänderten Weihnachtsversion auf, die im Konzert von Monika Rey und Ingo Einwachter gesungen wurde.
Die Inspiration-Sängerinnen trugen die nächsten beiden, sehr lebensfreudigen Lieder vor. Der Weihnachtssong „Candy Cane Lane“ widmet sich einer in der kleinen Stadt Duboistown im US-Staat Phila­delphia gelegenen Straße, der „Candy Cane Lane“, die besonders zur Weihnachtszeit unglaublich aufwändig beleuchtet und geschmückt wird. Das Lied stammt aus der Feder von Jeniffer Zuffinetti und wurde von der Gruppe „Point of Grace“ zur 50-Jahr-Feier der Straße im Jahre 2007 veröffentlicht. „Candy Cane Lane“ bitte nicht verwechseln mit dem ungleich bekannteren „Candy Man“ von Sammy Davis Jr.!
Es folgte „O Tannenbaum“, und zwar in der Version als „Weih­nachtslied für Eilige“: Ein teils moderner aber auch lustig gemeinter Weihnachtssatz nach dem Lied „O Tannenbaum“, in dem nicht weniger als 15 (!) Texte der bekanntes­ten deutschen Weihnachtslieder vorkommen. Danach traten wieder beide Chöre zusammen auf mit drei typischen Weihnachts-Gospelsongs: „It’s a Birthday“, „Wasn’t That a Mighty Day“ und „We Are Waiting for Christmas Day“.

„Mary’s Boy Child“
Nach der Pause setzten beide Chöre wiederum gemeinsam das Programm fort, u.a. mit „Run to Bethlehem“ - ein neuzeitliches, rhythmisches Weihnachtslied aus Amerika von Joel Raney, in dem auch Passagen des alten, aus Irland stammenden Weihnachtsliedes „What Child is This“ auf die Melodie „Greensleeves“ vorkommen.
Es folgte „Mary’s Boy Child“, ein im Jahre 1956 vom vielseitigen afro-amerikanischen Künstler Jester Joseph Hairston komponiertes, mehrfach gecovertes Weihnachtslied, das als einziges in zwei Versionen zum Millionenseller wurde. Die erste erfolgreiche Fassung stammt von Harry Belafonte (1956), die zweite von Boney M. (1978). Bevor dann wieder jeder Chor für sich das Publikum in seinen Bann zog, präsentierten die Männer und die Frauen noch gemeinsam „Gloria Hallelujah“, einen rockigen Weih­nachts-Gospelsong des deutschen Gospelsong-Schreibers Stephan Zebe, der seit den 1980er Jahren unter dem Pseudonym Jeff Guillen eine Menge interessanter Gospelsongs geschrieben hat und in Hamburg und Berlin verschiedene erstklassige Gospelchöre leitete.
Mit den Zugaben „We Wish You a Merry Christmas“ - in der Kirche sehr beschwingt vorgetragen in einer modernen Fassung mit deutschen Versen - und „O du Fröhliche“ - gemeinsam mit dem Publikum gesungen - bedankten sich „Inspiration“ und „Voices of Confidence“ sowie Rainer Weber und Schlagzeuger Pascal Pollmeier bei ihrem begeistert applaudierenden Publikum und wünschten ihm eine schöne Adventszeit und ein harmonisches Weihnachtsfest.

Faszination an den Johannissteinen

Faszination an den Johannissteinen 21. bis 23. Dezember, jeweils ab 8.20 Uhr: Führungen zur Wintersonnenwende

Lage. Wer die sogenannte Wintersonnenwende an den Johannissteinen in Lage noch nicht erlebt hat oder noch einmal erleben möchte, der ist herzlich eingeladen, kostenlos teilzunehmen an den Führungen, die vom 21. bis 23. Dezember 2017 stattfinden. Der Treffpunkt ist jeweils um 8.20 Uhr direkt an den Steinen.
Bei klarem Himmel geht am Standort Johannissteine die Sonne vom 21. bis 23. Dezember 2017 um 8.29 Uhr auf. Auch bei bewölktem Himmel werden den Gästen anhand von Fotos die Besonderheiten des Sonnenaufgangs verdeutlicht. Grundlage der Führungen sind Forschungen durch Erich Neumann (†1999) und Wolfgang Lippeks jüngste Erkenntnisse zu anderen vorgeschichtlichen astronomischen Anlagen im Kreis Lippe, z.B. Externsteine und Schauhügelgräber in Oesterholz-Schlangen.
Nach 8.29 Uhr werden etliche eingemeißelte Zeichen, sowie sonstige Besonderheiten der Steine, z.B. die Sonnenuntergänge u.a.m. gezeigt und diskutiert. Die Führungen werden von Wolfgang Lippek in Verbindung mit Jacqueline Heger, Leiterin der Tourist-Information Lage, durchgeführt.
Die Gäste werden darauf aufmerksam gemacht, dass dicke Handschuhe und warme Winterkleidung nicht fehlen sollten. Zusätzlich erwarten warme Getränke und leckeres Weihnachtsgebäck die Gäste an den Johannissteinen.
Jacqueline Heger: „Bei unsicheren Wetterverhältnissen rufen Sie einfach die Nummer 05232 / 67905 an. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.“ Weitere Informationen bei der Tourist-Information Lage, Tel.: 05232 / 8193. Adresse: An den Johannissteinen. Parkmöglichkeiten gibt es an der nahegelegenen Bundestraße 239.

Gute Laune auf dem geschmückten Marktplatz

Gute Laune auf dem geschmückten Marktplatz Stadtmarketingverein und Sponsoren eröffnen den stimmig gestalteten Weihnachtsmarkt

Lage. Schon zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes am Freitagabend, 8. Dezember 2017, waren der Marktplatz und die Weih­nachtsmarkt-Stände außerordentlich gut besucht. Die vorwinterlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt und der Schneefall am Wochenende sorgten dafür, dass das Hüttendorf mit dem Treffpunkt-Zelt und der großen Tanne während des Wochenendes ein beliebter Treffpunkt war.
„Allein die Dosis macht‘s …“ (Paracelsus) und so wäre etwas weniger Schnee am Sonntagnachmittag für die Besucherfrequenz förderlicher gewesen. Je heftiger es schneite, desto mehr Leute nahmen davon Abstand, mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren.
Bürgermeister Christian Liebrecht als Vorsitzender des Stadtmarketingvereins, sein Stellvertreter im Verein, Thomas Voss (zugleich Vorsitzender der Werbegemeinschaft), sowie Ralf Hammacher, Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins, und Sebastian Fellmer (Sparkasse Paderborn-Detmold) freuten sich bei der Eröffnung des Marktes über das sehr rege Besucherinteresse. Der Bürgermeister dankte allen Sponsoren sowie den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen des Marktes beitrügen. Er unterstrich, dass der Markt durch die diesjährige „Erneuerung“ durch den Stadtmarketingverein wiederum an Attraktivität gewonnen habe. Es sei jetzt das dritte Jahr, dass der Verein den Weihnachtsmarkt ausrichte. Er sei sich sicher, so der Bürgermeis­ter, dass das Hüttenrund mit der Aktionsbühne, dem Treffpunktbereich und dem Begleitprogramm erneut ein Anziehungspunkt und ein Ort der Begegnung sein werde.
Thomas Voss bekräftigte, dass der Weihnachtsmarkt quasi eine analoge Möglichkeit sei, sich zu treffen. Das Gesamtambiente sehe sehr ansprechend aus. Voss: „Das ist kein Weihnachtsmarkt aus der Retorte.“
Bis einschließlich Freitag, 29. Dezember 2017, sorgen der Duft von Glühwein und Punsch sowie der Spaß auf der Eisstockbahn für ungetrübte Adventsstimmung auf dem üppig geschmückten Marktplatz. Den Verantwortlichen des Stadtmarketingvereins ist es gelungen, mit ihrem Engagement dem Marktplatz eine schöne vorweihnachtliche Atmosphäre zu verleihen. Der Slogan „Ein Hauch von Schweden in der Vorweih­nachtszeit“ ist nicht nur ein griffiger Spruch, sondern er verweist auch auf die Tatsache, dass sich alle erfolgreich dafür eingesetzt haben, im Stadtzentrum einen ansprechenden Weihnachtsmarkt mit Niveau und Behaglichkeit auszurichten.