Für den Kurort als Kulturort

Für den Kurort als Kulturort LTM und Stadt verabschieden Wolfgang Thevis in den Ruhestand

Lage-Hörste. Nach mehr als 30 Jahren im Tourismus in Lage hat der frühere Lagenser Verkehrsamtsleiter und spätere Leiter der Abteilung Tourismus der Lippe Tourismus & Marketing GmbH (LTM), Wolfgang Thevis, seinen Ruhestand erreicht. Die Lippe Tourismus & Marketing GmbH und die Stadt Lage verabschiedeten Wolfgang Thevis (65 Jahre) am Mittwoch, 2. August 2017, offiziell in den Ruhestand. Gleichzeitig stellten LTM-Geschäftsführer Günter Weigel und Bürgermeister Christian Liebrecht Thevis‘ Nachfolgerin vor: Jacqueline Heger, die sich ab sofort bzw. August um die Belange des Tourismus‘ im Luftkurort kümmern wird.
Bürgermeister Liebrecht erinnerte daran, dass Wolfgang Thevis am 1. April 1984 in die Dienste der Stadt Lage eingetreten war, um zur Verbesserung bzw. zum Ausbau der touristischen Angebote insbesondere im Luftkurort Hörs­te beizutragen. Dort war im Jahr zuvor das Haus des Gastes eingeweiht worden und sollte nun mit Veranstaltungen gefüllt werden. Die Übernachtungs- sowie Gästezahlen in Hörste erreichten zu jener Zeit jedes Jahr neue Rekordmarken.
Doch die Zeiten sollten sich ändern. Im neuen Jahrtausend hatte der Hörste-Tourismus seinen Höhepunkt überschritten. Deshalb trafen die Stadt Lage und die Lippe Tourismus & Marketing eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit, um den Tourismus in Lippe stärker zu bündeln: Zum 1. Januar 2009 wurde Verkehrsamtsleiter Wolfgang Thevis mit einer halben Stelle zum Backoffice-Bereich Tourismus der LTM abgeordnet, um diesen mit seiner langjährigen Erfahrung zu unterstützen. Die andere halbe Stelle verblieb im Verkehrsamt der Stadt Lage, um dort die Lagenser Interessen weiter zu gewährleisten. Die Stadt Lage versprach sich von dieser Lösung positive Effekte für den lokalen Fremdenverkehr und eine engere Vernetzung mit der LTM. Außerdem kam die Stadt damit einer Anregung der Hörste-Konferenz nach, die eine engere Anbindung an die LTM gefordert hatte, um die Zukunft des staatlich anerkannten Luftkurortes Hörste langfristig zu sichern.
2013 wollten die Stadt und die LTM noch stärker kooperieren. Wolfgang Thevis arbeitete künftig nicht nur mit einer halben Stelle, sondern komplett in Detmold. Bei der LTM wurde Thevis Leiter der Abteilung Tourismus und Evaluation.
Bürgermeister Liebrecht bei der Verabschiedung: „Die Stadt Lage ist Ihnen dankbar für die vielen Jahre Einsatz für die Fremdenverkehrsförderung in Hörste. Sie haben hier viel bewegt.“
Günter Weigel schloss sich diesen Worten vollinhaltlich an: „Die Zusammenarbeit mit der Stadt Lage bzw. mit ihrem Verkehrsamtsleiter war gut für die LTM.“ Wolfgang Thevis‘ Können und seine Erfahrung seien anerkannt: „Es gibt keinen Touristiker in Ostwestfalen-Lippe, der Wolfgang Thevis nicht kennt.“ Deshalb werde die LTM die Zusammenarbeit mit ihm in geeigneter Weise fortsetzen. Von heute auf morgen wolle man auf den reichen Erfahrungsschatz nicht gänzlich verzichten.
Davon könne - bei eventuellen Fragen an ihren Vorgänger - auch Jacqueline Heger (24 Jahre) profitieren, die mit dem halben Dienstumfang einer ganzen Stelle den Hörste-Tourismus in Zukunft betreuen wird. Berufsbegleitend zu ihrer halben Stelle studiert Jacqueline Heger an der Fernuniversität „Apollon Hochschule der Gesundheitswirtschaft“ in Bremen das Fach Gesundheitstourismus. Heger hat bei der Tourist-Information Detmold eine Ausbildung absolviert, arbeitete danach bei der LTM und hat eine Zusatzausbildung zur Betriebswirtin erfolgreich abgeschlossen.
Mit Wolfgang Thevis‘ Ruhestandseintritt verabschiedet sich aus der ersten Reihe ein Touristiker, dessen Name in Zusammenhang steht mit zahlreichen Projekten, die Thevis in den vergangenen 33 Jahren veranlasst bzw. intensiv begleitet hat. Hier eine - nicht vollständige - Liste einiger Projekte:

Viele Projekte
1986 gründete die Stadt Lage die stiftungsähnliche Einrichtung „Kurgastdichter im Poetendorf Hörste“: Alljährlich wurde vor allem älteren Schriftstellern und Autorinnen die Möglichkeit zu geben, sich im Luftkurort im Rahmen einer Kur zu erholen und während des Aufenthaltes in Hörs­te Einwohnern und Gästen des Ortes die Literatur näherzubringen. In der zweiten Hälfte der 1990er Jahre wurde die Vergabe der Kuren und des damit verbundenen Titels eingestellt.
Fast 25. Spieleausstellungen organisierte Wolfgang Thevis bis 2007 in Lage und in Hörste. Kinder, Jugendliche bzw. Familien konnten auf diesen Ausstellungen neue Spiele kennenlernen. Zusammengestellt hatte Thevis die Auswahl zuweilen mit dem Bielefelder Schulleiter, Spieleautor und Spielpädagogen Dirk Hanneforth.
Im Jahr 2003 wurde in Hörste der erste „Literarische Wanderweg“ eröffnet. Vor einem Jahr fand auf dem Weg der jüngste „Gedichtwechsel“ statt. Es war der fünfte seit Einweihung des „Literarischen Wanderwegs“ im Jahr 2003. Thevis wirkte in Hörste mit an der Konzeption von zwei „Therapeutischen Wanderwegen“ und einem „Historischen Wanderweg“. Außerdem wurde im Sommer 2008 im Luftkurort der Skulpturenpfad „Auf den Spuren der Wildkatze“ eröffnet.
Zu jener Zeit fanden unter Beteiligung der Hörster Vereine letztmals die Hörster Seniorentage statt, die 2008 auch zusammen mit einer Seniorenmesse mit 26 Ausstellern durchgeführt wurden.
Mit dem „Kurort als Kulturort“ hat sich Wolfgang Thevis nicht nur einmal in einem Aufsatz beschäftigt, sondern er hat „Kultur im Kurort“ vielfach auch praktisch umgesetzt - z.B. in Zusammenarbeit mit dem Hörster Kulturverein Forum, in der Ausstellungsreihe „Kunst im Haus des Gastes“ und zuletzt in Kooperation mit den Autorenvereinigungen „LipPen“ und „Garten der Poesie“.

Rewe-Markt eröffnet Ende September

Rewe-Markt eröffnet Ende September Ratsmehrheit ermöglichte dem Nahversorger einen zukunftsfesten Standort

Lage-Hardissen. Lange haben die Lokalpolitiker für einen neuen Rewe-Markt in Hardissen gekämpft. Nun ist absehbar, dass der neue Supermarkt an der Lück­hauser Straße Ende September öffnet. Dann können die Lokalpolitiker sich gegenseitig gratulieren, dass sie den Bürgern Hardissens einen zukunftsfesten Standort eines ortsansässigen Nahversorgers ermöglicht haben.
Politik und Verwaltung beschäftigen sich seit ziemlich genau zwei Jahren mit dem neuen Rewe-Markt. Im August 2015 hatte Beigeordneter Thorsten Paulussen den Mitgliedern des Bau- und Planungsausschusses mitgeteilt, dass das Handelsunternehmen Rewe seinen bestehenden Markt in Hardissen, Lückhauser Str. 61 mit knapp 700 Quadratmetern Verkaufsfläche aufgeben werde, weil der Markt laut Rewe zu klein geworden sei bzw. die Verkaufsfläche nicht mehr zeitgemäß sei. Gleichzeitig kommunizierte Paulussen, dass ein neuer Rewe-Markt auf dem in der „Östlichen Brandheide“ gelegenen Grundstück gebaut werden soll. Die Firma „Halsdorfer + Ingenieure Projekt GmbH“ aus Burgdorf beabsichtige als Projektentwicklerin, das an der Lückhauser Straße / Fontanestraße / Herderstraße gelegene unbebaute Grundstück zu erwerben und hier einen Lebensmittelmarkt, eventuell mit ergänzenden Dienstleistungseinrichtungen, und den entsprechenden Stellplätzen zu errichten. Die verkehrliche Erschließung des neuen Rewe-Marktes werde über die Lückhauser Straße erfolgen.
In der Bauausschusssitzung Ende Oktober 2015 berichtete der Beigeordnete, dass die Rewe-Gruppe bereits seit längerem an einer Erweiterung ihres gemieteten Marktes (Lückhauser Str. 61) interessiert sei. Weil der Markt jedoch im „planungsrechtlichen Außenbereich“ liege, sei dort eine betriebliche Erweiterung über die bereits genehmigte 699 Quadratmeter große Verkaufsfläche hinaus nicht zulässig. Daran könne man auch nicht rütteln.
Im November 2016 berichtete die Verwaltung im Stadtrat, dass die Bezirksregierung eine Markterweiterung nördlich der Afrikastraße untersagt und gegen einen Neubau südlich der Afrikastraße Bedenken vorgetragen habe (periphere Lage, wegfallende Realisierungsmöglichkeit eines Sportplatzes). Aufgrund der Diskussion über mögliche Standortvarianten sei von der Rewe bestätigt worden, dass der heutige Rewe-Markt wegen der zu geringen Größe perspektivisch nicht mehr betrieben werden solle und daher zum Ende der Vertragslaufzeit aufgegeben werde. Vertraglich habe sich das Handelsunternehmen mittlerweile langfristig an den Verlagerungsstandort (Lück­hauser Straße / Fontanestraße / Herderstraße) gebunden, um weiterhin die Nahversorgung in Hardissen sicherzustellen.
Im Dezember 2016 beschloss der Stadtrat mehrheitlich gegen die Stimmen der Grünen die Änderung des Bebauungsplans G 122 „Östliche Brandheide“ und machte damit endgültig den Weg frei, das im Plangebiet gelegene Grundstück an der Lückhauser Straße auszuwiesen als Baugrund für einen Supermarkt („Vollsortimenter“ mit einer Verkaufsfläche von 1.600 Quadratmetern). Zwischenzeitlich wurde eine beim Verwaltungsgericht Minden eingereichte Klage gegen die Rechtmäßigkeit der Bebauungsplanänderung und der Baugenehmigung abgewiesen. Das Gericht bescheinigte Politik und Verwaltung, saubere Arbeit geleistet zu haben.

Ralph Nüter neuer Chef der 2. Kompanie

Ralph Nüter neuer Chef der 2. Kompanie Schützen bereiten Hauptmann Jochen Echterling grandiosen Abschied

Lage. Nach 13 ½ sehr erfolg­reichen Jahren an der Spitze seiner 2. Kompanie hat Jochen Echterling die Kompanieführung am vergangenen Samstag im Rahmen des Bergfestes zur Saisonhalbzeit an Ralph Nüter übergeben.
Bereits im Rahmen einer Offiziersversammlung am Freitag, 14.07., erfolgte die förmliche Übergabe und Ernennung durch Oberst Michael Krügermeyer-Kalthoff. In einer kurzen Ansprache würdigte der Oberst die Leis­tungen des nun Ex-Hauptmanns in der Schützengilde und besonders in den zurückliegenden 13 ½ Jahren als Hauptmann „2“. Die Stationen gingen u.a. über die Positionen Rottmeister der 2. Kompanie, Major und 2. Vorsitzender der Gilde und eben zuletzt Hauptmann der Zwoten. Insbesondere die Einbindung und Beteiligung der Schützen bei der Gestaltung des Kompanielebens sei immer ein großes Anliegen von Echterling gewesen, so Krügermeyer-Kalthoff und weiter „die höchste Auszeichnung unserer Gilde, den Gildenorden, trägst Du nicht umsonst!“.
Auch der neue „Chef“ Hauptmann Ralph Nüter bedankte sich in einer emotionalen Ansprache bei seinem Vorgänger für die geleistete Arbeit und für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Glücklicherweise habe er eine „komplett schützenverrückte Familie“ und damit den nötigen Rückhalt für die neue Aufgabe. Der durch die Wahl von Ralph Nüter zum Hauptmann vakante Pos­ten des Rottmeisters wurde mit Leutnant Carsten Meier neu besetzt.
Das gesamte Offizierskorps der 2. Kompanie gratulierte der neuen Führung und sicherte seine volle Unterstützung bei allen anstehenden Aufgaben zu.

Offizille Übergabe
im Rahmen des Bergfestes
Einen großen Rahmen – ca. 200 Anwesende – bereitete die Schützenfamilie der 2. Kompanie ihrem scheidenden Hauptmann Jochen Echterling im Rahmen des Berg­fes­tes am vergangenen Samstag. Zahlreiche Schützen, das Offizierscorps der 2. Kompanie, Vertreterinnen des Damen-Rotts, das Alte Rott sowie Abordnungen der 1. und der 3. Kompanie waren erschienen um der Zeremonie auf dem Schützenplatz beizuwohnen.
In einer emotionalen Ansprache verabschiedete sich Hauptmann Jochen Echterling von „seiner” 2. Kompanie. Er bedankte sich für die großartige Unterstützung die im widerfuhr und für den Rück­halt den ihm seine Familie gab, allen voran Ehefrau Brigitte.
„Es hat stets viel Spaß gemacht. Stolz bin ich auch auf die großartige Teilnahme am letzten Schützenfest. Wir waren bei allen Rundmärschen stärkste Kompanie – und das alles ohne sich zu verzählen”, so die stolzen Worte des scheidenden Hauptmanns.
Aber auch das neue Kompanierebier der „Zwoten” blieb nicht unerwähnt. Sein besonderer Dank galt Manfred Hilker und den zahlreichen Schützen, die in Eigenleis­tung dazu beigetragen haben, dass es so geworden ist, wie es sich jetzt darstellt, seit dem letzten Schützenfest sogar mit Dach.
Abschließend würdigte er noch die Verschwiegenheit innerhalb des Offizierscorps. Immerhin hatte man vom Abend der Wahl des neuen Kompaniechefs – am 14. Juli – 8 Tage Stillschweigen gewahrt und den Namen geheim gehalten.

Der neue Chef
Neuer Chef der 2. Kompanie ist seit dem letzten Samstag Ralph Nüter, bislang Rottmeister der 2. Kompanie. Ebenfalls emotional fiel die Antrittsrede des neuen Chefs aus, sichtlich gerührt ob des großen Vertrauens und des großartigen Empfangs der ihm bereitet wurde.
Nach einer kurzen Vorstellung stellte Nüter die Frage „Was wird sich jetzt eigentlich ändern?” und beantwortete diese selbst mit den Worten: „Eigentlich gar nichts. Die Kompanie ist dank meines Vorgängers in Takt und gemeinsam werden wir das rokken”.
Nun war es an der Zeit, dass der Chef seinen neuen Rottmeister präsentierte. Tradition in der 2. Kompanie ist es, dass der Hauptmann seinen Rottmeister aussucht und der Kompanie präsentiert. Seine Wahl fiel auf Carsten Meier, der ebenfalls begeistert von der Schützenfamilie aufgenommen wurde.

Weichen gestellt
Die 2. Kompanie hat die Weichen für die Zukunft gestellt und mit Ralph Nüter und Carsten Meier zwei Offiziere ins Rennen geschickt, die voll und ganz hinter der Sache stehen und die Geschicke der 2. Kompanie weiter in die richtige Richtung lenken werden.
Mit Jochen Echterling ist zwar ein Hauptmann gegangen… aber ein Freund geblieben, so das Fazit der 2. Kompanie.

„Vertrauensbruch“ und „lächerliches Machtspiel“

„Vertrauensbruch“ und „lächerliches Machtspiel“ Stellungnahme des BBL-Fraktionsvorsitzenden Heinz Walter zur „Nicht-Wahl“ von Otto Lücke

Lage. „Es geht in dieser Sache um nichts weniger als um eine Art von Vertrauensbruch - mit möglichen erheblichen Folgen für die Zukunft.“ Mit deutlichen Worten kritisiert BBL-Fraktionsvorsitzender Heinz Walter das Verhalten von SPD und Grünen während der jüngsten Ratssitzung am 13. Juli 2017. Entgegen vorheriger Absprachen und gegen alle Gepflogenheiten hätten SPD und Grüne gegen Otto Lücke (FWG) als dritten stellvertretenden Bürger­-
meis­ter gestimmt, wirft Heinz Walter den beiden Fraktionen vor. Damit hätten sie Vertrauen zerstört und ein „lächerliches Machtspiel“ inszeniert.
„Zu Beginn jeder Legislaturperiode findet zwischen allen Ratsfraktionen eine Absprache über ein Gesamtpaket statt“, schreibt Heinz Walter in einer Pressemitteilung. „Hier wird in Übereinstimmung mit allen Parteien / Fraktionen abgeklärt, wer nach den sich aus den Wahlen ergebenden Zahlenverhältnissen welche ‚Ansprüche‘ hat, wer welche Ausschussvorsitzenden bekommt, wer welche stellvertretenden Bürgermeisterposten bekommt etc. Das ist organisatorisch notwendig und auch in dieser Legislaturperiode so geschehen.“
Mit welchen Personen dann die jeweilige Partei oder Fraktion den ihr zustehenden Posten besetze, sei der Partei oder Fraktion weitgehend selbst überlassen. Innerhalb des beschlossenen Gesamtpaketes trügen die anderen Fraktionen oder Parteien diese Besetzungen ganz selbstverständlich mit, ohne dass darüber große Absprachen stattfinden müssten. BBL-Fraktionsvorsitzender Walter: „Das, was bei der Nicht-Wahl Otto Lückes stattgefunden hat, ist ein deutlicher Verstoß gegen die bisher von allen akzeptierte und für eine verlässliche Arbeit und Planung auch unabdingbare Praxis. Dass es Gegenstimmen aus der Zählgemeinschaft gegeben hat (die nur von der FDP und der CDU gekommen sein können), ist schon merkwürdig genug, hat aber ganz offenbar tatsächlich mit der Person Otto Lücke zu tun und wäre in der Abwägung zwischen Fraktionsabsprache und persönlicher Entscheidungsfreiheit sicher noch normal und akzeptabel.“
Und weiter: „Solche vereinzelten Gegenstimmen, die eventuell mit der Person Otto Lückes zu tun gehabt hätten, wären auch aus dem Lager von SPD und Grünen normal und akzeptabel gewesen. Hier aber hat etwas ganz anderes stattgefunden, das offenbar eine Art von politischer Demonstration sein sollte: Es hat eine geschlossene Ablehnung durch SPD und Grüne gegeben. Dieses Vorgehen verstößt gegen das sonst immer praktizierte gemeinschaftliche Handeln, wie es in diesem Bereich üblich war und auch sein sollte.“ Das sei bei einer solchen Gelegenheit nicht nur „außerordentlich fragwürdig und absolut lächerlich, sondern auch gefährlich“, weil es auch bedeute, dass in Zukunft kein Verlass mehr auf frühere Absprachen sein werde, da immer damit gerechnet werden müsse, dass eine Partei oder Fraktion plötzlich „Lust“ darauf habe, der anderen Seite „eins auszuwischen oder mal zu zeigen, dass sie auch anders kann“. Daher sei dieses Vorgehen eine Art von Vertrauensbruch.

„Risikospiel“
Heinz Walter: „Ein (erfundenes) Beispiel zur Verdeutlichung: Man stelle sich vor, Frau Rieke (SPD) erklärte nächste Woche aus irgendwelchen Gründen ihren Rücktritt als zweite stellvertretende Bürgermeisterin. Dann müsste aus dem Rat eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gewählt werden, die / den die SPD aussuchen dürfte. Man stelle sich vor, diese Person würde dann nicht gewählt - was würden die SPD (und die Grünen) wohl dazu sagen? Und wenn es noch dicker käme, könnte das schon bei fehlender Zustimmung bei einer personellen Änderung in den Ratsgremien (also z. B. den Ausschüssen) passieren! Das wäre organisatorisch und politisch das Chaos.“
Selbstverständlich würde die BBL-Fraktion solche „lächerlichen Machtspiele“ nicht mitmachen, sondern jede Person aus der Reihe der anderen Ratsmitglieder mitwählen, die die SPD vorschlagen würde: „Aber vielleicht wird der SPD und den Grünen ja mittlerweile klar, auf welches Risikospiel sie sich da eingelassen haben und welche Konsequenzen das alles haben könnte. Wir glauben nämlich nicht, dass sie sich das alles vorher genau überlegt haben.“

Sport, Freizeit und Wohnmobile

Sport, Freizeit und Wohnmobile Stadtrat beschließt einstimmig die Umgestaltung des Sportplatzes Eichenallee

Lage. Im November 2016 beschloss
der Stadtrat einstimmig,
dass Lage drei Kunstrasenplätze
für jeweils 450.000 bis 500.000 Euro
erhalten soll. In derselben Ratssitzung
wurden die Standorte und
der Zeitplan für zwei Kunstrasenplätze
festgelegt. Demnach soll im
laufenden Jahr 2017 auf dem Gelände
des jetzigen Tennenplatzes
im Schul‐ und Sportzentrum Werreanger
der erste Plastikrasenplatz
errichtet werden. Im Jahr
2018 soll auf dem Gelände des
Sportplatzes Müssen der zweite
Platz gebaut werden.
In den Folgejahren soll noch ein
weiterer Kunstrasenplatz errichtet
werden. Die Festlegung des
Standortes soll in enger Abstimmung
mit dem Stadtsportverband
und den darin vertretenen Fußball
spielenden Vereinen erfolgen.
Der im Rahmen dieses Sportstättennutzungskonzeptes
vom
Stadtrat gefasste Grundsatzbeschluss
zur Errichtung von Kunst ‐
rasenplätzen beinhaltete auch,
dass der Sportplatz Eichenallee
nur dann aufgegeben und einer
neuen Nutzung zugeführt wird,
wenn hierfür ein Nutzungskonzept
vorliegt. Dieses von den
Fachgremien der Stadt vorbereitete
Konzept wurde auf der
jüngs ten Ratssitzung am Donnerstag,
13. Juli 2017, einstimmig
beschlossen. Bei der Erläuterung
der vorgesehenen Nutzung des
„abgängigen“ Sportplatzes Eichenallee
verdeutlichte Beigeordneter
Thorsten Paulussen,
dass mit der Umsetzung des Konzeptes
wirklich erst dann begonnen
werde, wenn zwei Kunstrasenplätze
tatsächlich realisiert
worden seien. Diese zeitliche Reihenfolge
insbesondere deshalb,
um sicherzustellen, dass der
Spiel‐ und Trainingsbetrieb der Lagenser
Fußball spielenden Vereine
gewährleistet werde.
Der alte Sportplatz an der Eichenallee
soll zu einer multifunktionalen
Sport‐ und Freizeitstätte umgestaltet
werden. Da der vorhandene
60 mal 105 Meter große Tennenplatz
(Ascheplatz) mit der ihn
umgebenden Aschelaufbahn sanierungsbedürftig
und nicht
mehr zeitgemäß ist, wurde ein
Entwurf erarbeitet, welcher
weiterhin die Nutzung der Fläche
sowohl für den Vereins‐ und
Schulsport als auch für die private
Freizeit ermöglicht. Hierbei soll
das Angebot vielfältig und generationenübergreifend
ausgerichtet
werden.
Das Gestaltungskonzept sieht eine
Zweiteilung des Platzes vor.
Mittig gelegen führt ein Fußweg
(mit Baumallee) von der Eichenallee
direkt auf den Haupteingang
der Turnhalle zu, wodurch das his ‐
torische Gebäude städtebaulich
betont wird. Nördlich dieses Fußweges
in Richtung Eisenbahnstrecke
werden die Sport‐ und
Spielanlagen und somit die lärmintensiveren
Nutzungen geplant.
Vorgesehen sind hier u.a. ein
Kunst rasen‐Fußball‐Klein spiel ‐
feld (35 mal 55 Meter), ein Basketballfeld
(16 mal 28 Meter), Sportanlagen
für Leichtathletik, eine
Boulebahn und eine multifunktionale
Spiel‐ und Sportfläche.
Unter Einbeziehung der Kurzstreckenlaufbahn
wird eine Rundlaufmöglichkeit
um das gesamte
Gelände mit Längenmarkierung
vorgesehen.
Die parallel zur Bahnstrecke verlaufende
Fußwegverbindung von
der Eichenallee zur Altentagesstätte
bleibt weiterhin bestehen
und wird neu hergerichtet. Die
vorhandenen Bäume werden erhalten
und durch weitere Pflanzungen
ergänzt. Die Sportflächen
werden vollständig eingegrünt.
Im südlichen Bereich wird ein
Parkplatz vorgesehen, der mit einer
wassergebundenen Decke
versehen werden soll. Umgeben
wird dieser Bereich von einer gestaltete
Grünfläche, die mit Spielgeräten
und Sitzgelegenheiten
ausgestattet, auch als Spielplatz
und zum Verweilen dient.
Der bestehende Parkplatz südlich
der Sporthalle am Jahnplatz wird
als Wohnmobilstellplatz umfunktioniert.
Die Straße „Jahnplatz“
bleibt als Zufahrtsstraße erhalten
und wird ausgebaut.