Mehrheit für Familienheime in der „Oberen Bült“

Gelungen: Martinssingen und Feuerzauber Kinderchor und „Night Express“ spielten für Laternenträger - Feuerflut und Ray Pasnen unterhielten die Passanten

Lage-Ehrentrup. Seit etwa drei Jahren wird im Bau- und Planungsausschuss sowie im Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung laut nachgedacht über zukünftige Wohnbauflächen in Lage. Die Anregung für den bisherigen Gedankenaustausch gab die Stadtverwaltung, als sie vorschlug, für die Gebiete „Obere Bült“, „Stadenhausen“ und „Weiße Breede“ ein Wohnbauflächenentwicklungskonzept zu planen.
Jetzt hat der Bau- und Planungsausschuss eine konkrete Weiche in Richtung Beschlussfassung gestellt: Die Ausschussmitglieder empfahlen am 9. November 2017 mehrheitlich dem Rat die Aufstellung des Bebauungsplans G 70 „Obere Bült“, und zwar in zwei Etappen bzw. Abschnitten (Teilplan 1 und Teilplan 2). Die Empfehlung des Ausschusses erfolgte mit 13 Stimmen bei drei Gegenstimmen aus Reihen der Grünen (Jürgen Rosenow und Hanns Jürgen Hammesfahr) und der BBL (Reinhard Weber).
Als „Obere Bült“ wird der Bereich zwischen Grasweg, Ernst-Reuter- und Bussardstraße in Verlängerung von Max-Planck- und Otto-Hahn-Straße bezeichnet. Hier stellt der Flächennutzungsplan bezüglich des Gebiets des (weiter unten erklärten) „Teilplans 1“ eine Wohnbaufläche dar, sodass über die Aufstellung eines Bebauungsplans relativ kurzfristig eine Wohnbauerwartungsfläche von knapp 5 Hektar zu Wohnbauland mit bis zu 50 Einfamilienhäusern entwickelt werden könnte.
Am 18. Februar 2016 hat der Bau- und Planungsausschuss den dringenden Bedarf an Wohnbaugrundstücken in Lage anerkannt und das eingangs genannte Wohnbauflächenkonzept bezüglich der drei Bereiche „Obere Bült“, „Stadenhauser Berg“ und „Weiße Breede“ mehrheitlich beschlossen. Weiterhin war die Verwaltung einstimmig beauftragt worden, für den Bereich „Obere Bült“ (Teilplan 1) die Aufstellung eines Bebauungsplans vorzubereiten.
Grundlage dieser Beschlüsse war auch das seinerzeit vorgestellte städtebauliche Konzept für die „Obere Bült“, das bereits eine Bebauung vorsah, exemplarisch dargestellt durch 41 Einzel- und 6 Doppelhäuser.
Der Ausschuss hatte zuletzt in seiner Sitzung am 21. September 2017 die Beschlussvorlage der Verwaltung „Aufstellung des Bebauungsplans G 70 - Obere Bült“ beraten. Die Inhalte des städtebaulichen Konzeptes zum Bebauungsplan wurden z. T. kontrovers erörtert. Eine Beschlussempfehlung erfolgte nicht.


Grasweg-Ausbau
Die jetzt ausgesprochene Empfehlung, einen Bebauungsplan vorzubereiten, beinhaltet die Einbeziehung des Grasweges (Teilplan 2) in das Gesamtkonzept (Teilpläne 1 und 2). Nach Einschätzung der Verwaltung sind die verkehrlichen Gegebenheiten ein wesentlicher Grund für die Einbeziehung des Grasweges in das Erschließungskonzept und daher unumgänglich. Um den Verkehrsfluss zu verteilen und die zusätzliche Verkehrsbelastung der Altanlieger im Bereich Max-Planck-Straße, Otto-Hahn-Straße, Ernst-Reuter-Straße und Carl-Bosch-Straße zu verringern, sollte der Grasweg zur verkehrlichen Erschließung des Wohngebietes mitbenutzt werden. Das könne er allerdings in seinem jetzigen Zustand nicht leisten, sodass er im gewissen Umfang ausgebaut werden müsse. Aus ökonomischen sowie planerischen Gründen sei es sinnvoll, die vorhandene Infrastruktur zu nutzen und den Grasweg beidseitig zu bebauen, was zu ca. 12 weiteren Baugrundstücken im Planentwurf westlich des Grasweges führe.
Dabei kann dem Wunsch der Politik nach einer schrittweisen Erschließung des Plangebietes durch Gliederung des Gebietes in zwei Teilbebauungspläne (ggf. „Obere Bült - Ost“ / „Obere Bült - West“) entsprochen werden. Über den Teilplan 1 („Obere Bült - Ost“) kann so die im Zugriffsrecht des Investors befindliche Fläche einschließlich Grasweg und Einmündungsbereich Grasweg / Breitenheider Straße planungsrechtlich als erstes aktiviert werden. Die Entwicklung des Teilbebauungsplans 2 („Obere Bült - West“), die aufgrund der Eigentumsverhältnisse derzeit noch wenig konkret ist, sollte aber in jedem Fall, wenngleich vielleicht nachgelagert, erfolgen. Denn eine einseitige Erschließung sei, so die Verwaltung, insbesondere für den Investor, der hier in Vorleis­tung trete, nicht wirtschaftlich. Darüber hinaus bilde eine durchgehende geschlossene Bebauung westlich des Graswegs städtebaulich eine eindeutige Abgrenzung der Wohnbauflächen zur freien Landschaft hin.
Dem Wunsch der Politik entsprechend soll das künftige Plangebiet zur Sicherung der Wohnruhe als reines Wohngebiet festgesetzt werden. Diese Festsetzung entspricht dem städtebaulichen Ziel einer Wohnbebauung. Mit einer zusätzlichen textlichen Festsetzung im aufzustellenden Bebauungsplan, nach der Läden, nicht störende Handwerksbetriebe und kleine Betriebe des Beherbergungsgewerbes auch als Ausnahme nicht zulässig sind, wird das Vorhaben diesem Ziel gerecht. Diese Nutzungen würden sich nicht in den Gebietscharakter der geplanten Wohnbebauung einfügen.

Nur Einfamilienhausbau
Der Auftrag für die „Obere Bült“ beinhaltet die Schaffung von Baugrundstücken für den Einfamilienhausbau. Geschosswohnungsbau bzw. Mietwohnungsbau wurde hier seitens der Politik ausdrücklich aufgrund der Umgebungsbebauung abgelehnt. Geschosswohnungsbau soll im Bereich Stadenhauser Berg erfolgen.
Für die Sozialdemokraten bekräftigte deren Fraktionsvorsitzender Hans Hofste, dass die Lagenser SPD den Bereich „Obere Bült“ als grundsätzlich geeignet für eine Wohnbebauung ansieht: „Wir unterstützen die Erstellung eines Bebauungsplanes dort.“ Wenn man den Grasweg ausbaue, um die zusätzliche Verkehrsbelas­tung der Altanlieger zu minimieren, was richtig sei, dann sei es ebenfalls richtig, eine Bebauung der Westseite des Grasweges (Teilplan 2) zuzulassen und zu planen.
CDU-Ratsherr Rudi Stölting erklärte, dass die Kombination von Teilplan 1 und Teilplan 2 untadelig sei. Deshalb würden die Christdemokraten die Aufstellung des Bebauungsplans „Obere Bült“ empfehlen.
Jürgen Rosenow (Grüne) und Reinhard Weber (BBL) waren sich darin einig, dass eine Bebauung der Grasweg-Westseite nicht notwendig sei. Man benötige die dort geplanten Häuser nicht, weil die Bevölkerungszahl stagniere. Vor diesem Hintergrund brauche man Teilplan 2 und die hier vorgesehene Baumöglichkeit nicht. Grüne und BBL würden einem alleinigen Teilplan 1 zustimmen, aber nicht der Kombination von „Obere Bült - Ost“ und „Obere Bült - West“.

Gelungen: Martinssingen und Feuerzauber

Gelungen: Martinssingen und Feuerzauber Kinderchor und „Night Express“ spielten für Laternenträger - Feuerflut und Ray Pasnen unterhielten die Passanten

Lage. Mit einer gelungenen Premiere wartete das Dämmer­shopping auf am vergangenen Freitag, 10. November 2017: Weil der abendliche Einkaufsbummel und das Martinssingen zeitgleich stattfanden bzw. das Dämmer­shopping sich dem Singen unmittelbar anschloss, fanden sich sehr viele Besucher zu abendlicher Stunde auf dem Marktplatz ein. Vor einem Jahr hatte keine der beiden Veranstaltungen je für sich so viel Interesse wecken können.
Eingeladen vom Stadtjugendring besuchten viele Kinder mit ihren Eltern das Martinssingen. Den musikalischen Rahmen gestaltete vokal der Chor der Grundschule Ehrentrup und der Offenen Ganztagsgrundschule Ehrentrup, geleitet von Doris Kahle. Instrumental wurden die singenden Kinder begleitet von der Musikschul-Band „Night Express“, geleitet von Hadlef Schinke.
Stellvertretender Bürgermeister Otto Lücke dankte dem Stadtjugendring und dessen Vorsitzenden, Pfarrer Richard Krause, für die Organisation der Traditionsveranstaltung, den Helferinnen und Helfern der AWO Lage für die Verteilung der Stutenkerle, der Musikschule für die ansprechende Begleitung und der Werbegemeinschaft für das großzügige Sponsoring des Martinssingens.
Pfarrer Richard Krause hob in seiner ermutigenden und kurzweiligen Ansprache den Gedanken des Teilens hervor, betonte, dass geteilte Freude doppelte Freude sei und erteilte Neid und Missgunst eine klare Absage. Er erinnerte mit einer kleinen Erzählung an den Namensgeber des Martinstages (eigentlich der 11. November), den vor 1.700 Jahren geborenen Heiligen Martin von Tours.
Mit besonderer Spannung erwarteten die Kinder natürlich die Ausgabe der Weckmänner (politisch korrekt: Teigpersonen), die auch diesmal reißenden Absatz fanden. Fazit der Laternenkinder, die nach dem Bühnengeschehen einen Stutenkerl (natürlich in der Nichtraucherversion) erhalten hatten: Das Warten hat sich gelohnt!
Zu diesem Schluss kamen auch die zahlreichen Besucher, die sich die Auftritte der Künstlergruppe „Feuerflut“ und des Sängers Ray Pasnen anschauten. Mit Fackeln, Feuerstäben und Feuerkugeln malten die Künstler um Jens Schwarze faszinierende Lichteffekte in die Dunkelheit. Die eindrucksvollen Würfe mit dem Stab ebenso wie das Spiel mit den Feuerpoi (Feuerkugeln) gelang den Feuerflut-Künstlern in atemberaubender Geschwindigkeit und erstaunenswerter Präzision.
Ray Pasnen zelebrierte auf seiner Akustikgitarre Coversongs von Donovan und Dylan bis Prince und Tom Petty. Pasnen war hinsichtlich Vielfalt, Bandbreite und Unterhaltungswert mit Sicherheit einer der besten Musiker, die 2017 auf dem Marktplatz aufgetreten sind. Wann hat man in Lage schon einmal Songs von Prince und Tom Petty live gehört? Mit der Verpflichtung Pasnens war der Werbegemeinschaft ein guter Griff gelungen und man hätte dem Sänger mit der markanten Stimme gern viel mehr Zuhörer gegönnt. Doch leider ist der 11. November jahreszeitlich gesehen nicht der beste Termin für ein (Liedermacher-) Open-Air-Konzert auf dem Marktplatz.

Party für alle eröffnet neue Session

Party für alle eröffnet neue Session 11. November, 19.11 Uhr: Sunnerbieke-Ellernhüchte feiert im TuS-Culum

Lage-Müssen. Nur noch dreimal schlafen, dann wird im TuS-Culum in Müssen die Karnevalssession 2017 / 2018 am „Elften im Elften“ eröffnet. Allerdings um 19.11 Uhr und nicht um elf Uhr elf, denn ganz so jeck wie die Narren am Rhein sind ihre Kollegen an der Sunnerbieke nicht, aber - insbesondere für lippische Verhältnisse - den Vorbildern in Köln und Düsseldorf doch dicht auf den Fersen.
Zum zweiten Mal in der jetzt 68-jährigen Geschichte der Karnevalsabteilung „Sunnerbieke-Ellernhüchte“ des TuS Müssen-Billinghausen wird der Elferrat am 11. 11. öffentlich die Session eröffnen. Erstmals fand eine solche Sessionseröffnungsfeier am 11. 11. 2012 statt. Ingo Sundermann (Elferratspräsident von Sunnerbieke-Ellernhüchte): „Damals haben wir versprochen, dass wir das wiederholen werden, wenn es sich vom Wochentag her anbietet.“ Weil der 11. November 2017 ein Samstag ist, sei nun die Zeit gekommen, das Versprechen einzulösen. Die Feier am kommenden Samstag werde in der näheren Umgebung sicherlich ihresgleichen suchen, ist sich Ingo Sundermann sicher.
„Unsere Sessionseröffung soll keine Kopie einer rheinischen Schunkelfeier werden. Wir werden den Start in die fünfte Jahreszeit in unserem eigenen Sunnerbieke-Ellernhüchte-Stil feiern“, kündigt der Elferratspräsident an. Dennoch wende sich die Veranstaltung an eine breite Öffentlichkeit. Sie sei keine vereinsinterne Party. Der bisherige Kartenvorverkauf in der 3. Halbzeit, in der Bäckerei Schröder und im Salon Gronemeyer lasse auf einen guten bis sehr guten Besuch schließen.

Motto: „Grün + Weiß“
Die Sessionseröffung steht unter dem Motto „Grün + Weiß“. Das sind einerseits die Vereinsfarben des TuS Müssen-Billinghausen. Andererseits ist dieses Motto ein dezenter Hinweis darauf, wie der Elferrat am „Elften im Elften“ auflaufen wird. Präsident Sundermann: „Der Elferrat wird in Grün + Weiß erscheinen, aber damit sind nicht unsere grünen Sakkos gemeint.“ Mehr wolle er nicht verraten, so Sundermann, der davon ausgeht, dass auch die anderen Besucher bzw. Party­gäs­te das Motto auf ihre je eigene Art und Weise interpretieren werden. Verkleidungen bzw. Be-
kenntnisse zu „Grün + Weiß“ seien gerne gesehen, aber nicht verpflichtend.
Die offizielle Eröffnung der Session findet um 19.11 Uhr statt. Kurz danach erfolgen Auftritte der Prinzengarde bzw. des „Sunnerbieke-Balletts“ und der „Teenie-Garde“. Neue Leiterin des „Sunnerbieke-Balletts“ ist jetzt Marie Albrink. Ihre Vorgängerin, Linda Dreimann, hatte am 28. Januar 2017 auf der 68. „Sunnerbieke-Ellernhüchte“-Karnevalsveranstaltung das Ballett zum 11. Mal und gleichzeitig letztmals angeführt. Dem Vernehmen nach sollen sich Prinzengarde und Teenie-Garde in bestechender „Frühform“ befinden.

Grill und Bierwagen
Während des Abends wird „DJ Strohhut“ alias Simon Schling das TuS-Culum musikalisch unterhalten. „Kölsche Tön“ bzw. beliebte Karnevals-Hits zum Mitsingen - und ja, natürlich auch zum Mitschunkeln - werden ebenfalls gespielt, aber nicht ausschließlich.
„Jecke Leckerbissen“ vom Grill serviert während der gesamten Dauer der Veranstaltung der Partyservice Holzkamp in einem Zelt vor dem TuS-Culum. Dort gibt es auch einen Bierwagen und einen überdachten Bereich. Für das leibliche Wohl der „närrischen Gäs­te“ ist also gesorgt.
Wie es beim Sunnerbieke-Ellernhüchte-Karneval guter Brauch ist, sind auch die Elferräte und die Tollitäten aus der Nachbarschaft an diesem Abend gern gesehene Gäs­te. Der Reinerlös der Sessionseröffung wird in Form einer Spende dem „Verein zur Förderung des Handballsports im TuS Müssen-Billinghausen“ zur Verfügung gestellt.

Ein mörderisches Spektakel

Ein mörderisches Spektakel 24. November: Mit „Krimi Klassik“ in die klassische Kriminalgeschichte reisen

Lage. Am Freitag, 24. Novem­ber, beginnt um 19.00 Uhr in der Stadtbücherei Lage das Ereignis „Krimi Klassik“ mit vier Ermittlern, die bestens bekannt sind aus der klassischen Kriminal-Literatur-Geschichte bzw. aus klassischen Kriminalgeschichten. Krimi Klassik ist kein Vorleseabend, sondern die Gäste des Abends besuchen in der Innenstadt verschiedene „Tatorte“, wo spannende Szenen nachgestellt werden.
Die Besucher werden in Gruppen zu den Tatorten geleitet, wo sie von den Ermittlern erwartet werden. Dort geht es nicht nur um Edgar Allan Poe, der als einer der Erfinder der Detektivgeschichten gilt. Nicht fehlen dürfen Agatha Christie und ihre weltberühmte Figur Miss Marple sowie Sir Arthur Conan Doyle, der mit Sherlock Holmes den wohl bekanntes­-
ten Meisterdetektiv erfunden hat. Bereichert wird die Runde durch Werke des berühmten Autorenpaars Maj Sjöwall und Per Wahlöö, die in den 1970er Jahren als „Enfants terribles“ (Bürgerschreck) der schwedischen Kriminalliteratur bekannt wurden und durch die auch Henning Mankell nachhaltig beeinflusst wurde.
Insgesamt versprechen die Urgesteine der Kriminalliteratur mit ihren Ermittlern Nico Fellmer, Anja Husemann, Joachim H. Peters und Robert C. Marley einen spannenden, unterhaltsamen Abend. Dieser findet seinen Ausklang mit Snacks und Getränken wiederum in der Stadtbücherei, wo sich die Darsteller des mörderischen Spektakels auf ein geselliges Zusammensein freuen.
„Ermittlungsleiter“ sind die Stadtbücherei Lage und ihr Förderverein. Eintrittskarten gibt es in begrenzter Zahl bei der Stadtbücherei Lage, Telefon-Nr. 05232 / 601420 und in der Buchhandlung Brückmann, Telefon-Nr. 05232 / 3432.

Flammenspektakel auf dem Marktplatz

Flammenspektakel auf dem Marktplatz Freitag, 10. November: Martinssingen und Feuershow zum Dämmershopping

Lage (wi). Erstmals gab es im Jahr 2006 in Lage einen Dämmershopping-Abend. Wegen des guten Zuspruchs seitens des Publikums folgte 2007 eine Neuauflage des abendlichen Einkaufsvergnügens. Weil beide Einkaufsabende jedoch jeweils im September lagen, gab es jahreszeitlich bedingt keinen „Lichterzauber“. Dies änderte sich ab dem Jahr 2008: Seit 2008 verantwortet die Werbegemeinschaft das Dämmershopping allein (vorher in Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing) und sie verlegte den Termin in den November. Seit November 2008 gehört deshalb zum Inventar des Dämmershoppings auch ein „Lichterzauber“. Das waren anfangs Teelichter und Feuerkörbe. Seit einigen Jahren sorgen Fackeln und Strahler für die besondere Dämmershopping-Atmos­phäre.
Das nächste Dämmershopping findet statt am Freitag, 10. November 2017. Während des wiederum von der Werbegemeinschaft organisierten Einkaufs­abends sind die Innenstadtgeschäfte bis 22 Uhr geöffnet. Es gibt allerdings noch mehr zu sehen als Dämmerung, Fackeln und Geschäfte.
Erstmals findet das Dämmer­-
shopping zusammen mit dem St.-Martins- bzw. „Sünne Märten“-Singen statt, wie der Stadtjugendringvorsitzende, Pfarrer Richard Krause, Werbegemeinschaftsvorsitzender Thomas Voss und der Geschäftsführer der Werbegemeinschaft, Peter Thiele, erläuterten. Traditioneller Termin der St. Martin-Veranstaltung ist eigentlich der 11. November, der „Martinstag“. Das ist der Gedenktag des heiligen Martin von Tours, der der Überlieferung nach seinen Mantel mit einem unbekleideten Armen geteilt hatte. Die Kosten der Lagenser St. Martin-Veranstaltung - auch die der an diesem Abend immer verteilten Stutenkerle - trägt seit Jahren der Stadtjugendring.
In diesem Jahr ist es anders. Weil das St.-Martinssingen um einen Tag vorverlegt wird und zeitgleich zum Dämmershopping stattfindet, übernimmt die Werbegemeinschaft alle Kosten der Veranstaltung. Pfarrer Richard Krause: „Es ist ein Novum, dass der Stadtjugendring zusammen mit der Werbegemeinschaft etwas auf die Beine stellt. Das Martinssingen in Lage am 10. November 2017 ist eher ein Martin-Luther-Singen als ein St.-Martinssingen.“ Im Laufe der Jahre seien die historischen Hintergründe beider Tage (10. und der 11. November) sowieso ein wenig durcheinander geraten. Damit spielte Krause auf den Umstand an, dass in den evangelischen Gebieten im Bereich der früheren Evangelischen Landeskirche in Preußen der Martinsbrauch sich verbunden habe mit dem Gedenken an Martin Luther, der an einem 10. November geboren und am Folgetag (11. November) getauft wurde, und zwar auf den Namen des Tagesheiligen: Martin.

Chor & Night Express
Folgendes Programm erwartet die Kinder und deren Begleitung, die auf dem Marktplatz das Martinssingen am Dämmershopping-Freitag, 19 Uhr besuchen: Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Bürgermeister Otto Lücke trägt der Chor der Grundschule und der OGS Ehrentrup einige Lieder vor. Die Kinder werden dabei begleitet von der Musikschul-Band „Night Express“. Der Chor wird geleitet von Doris Kahle, der „Night Express“ von Stefan Albrecht. Pfarrer Richard Krause wird einige Worte an die Kinder auf und vor der Bühne richten und dabei an den Ursprung des „Sünne Märten“-Singens erinnern. Zum Abschluss (ca. 19.20 Uhr) öffnen die Helferinnen und Helfer der AWO Lage ihr Markthäuschen und verteilen die traditionellen Stutenkerle an die Kinder.
Als artistischen Höhepunkt des lichterbegleiteten Einkaufsabends hat die Werbegemeinschaft die Künstlergruppe „Feuerflut“ verpflichtet, die mit ihrer Feuer­-
show die Innenstadtbesucher verzaubern wird.

Feuer & Musik
„Feuerflut“ zelebriert das Spiel mit dem Feuer auf hohem Niveau und malt mit Feuerstäben und -seilen faszinierende Lichteffekte in die Dunkelheit. Eröffnet wird der heiße Abend um 19.30 Uhr mit der Show „Streets on Fire“. Jens Schwarze, der Kopf von „Feuerflut“, präsentiert auf dem Marktplatz sein Können mit verschiedensten Feuergeräten, immer einen kessen Spruch auf den Lippen. Weitere Auftritte folgen um 20.30 Uhr und 21.30 Uhr.
Um 20 Uhr sowie um 21 und um 22 Uhr (bis 22.30 Uhr) tritt der Musiker Ray Pasnen auf der Marktplatzbühne auf. Ray Pasnen spielt auf seiner Akustikgitarre Coversongs.
Die Werbegemeinschaft rüstet zum Dämmershopping ihre Mitgliedsgeschäfte mit neuen Lichterketten aus. Mit den Ketten werden die Zuckerhutfichten geschmückt, die seit einigen Tagen vor den Geschäften stehen.
Für das leibliche Wohl der Kunden bzw. Besucher wird ebenfalls gesorgt beim jetzt zwölften Lagenser Late-Night-Einkaufsabend, und zwar einerseits auf dem Marktplatz sowie andererseits durch Snackmöglichkeiten in den Geschäften. Werbegemeinschaftsvorsitzender Thomas Voss: „Die Werbegemeinschaft hat die Geschäftsinhaber gebeten, den Kundinnen und Kunden kleine Imbisse und Getränke in den Läden anzubieten“.