Bauarbeiten auch offiziell beendet

Bauarbeiten auch offiziell beendet Verkehrsfreigabe der Pottenhauser Straße - Keine Fliegerbomben gefunden

Lage.
Nach einer mehrmonatigen Bauphase wurde die Pottenhauser Straße (Kreisstraße 5, Abschnitt 10) am Mittwoch, 24. Juni 2020, wieder freigegeben. Die Straße wurde zwischen der Einmündung Ohrser Straße bis zum Zentralfriedhof ausgebaut.
Die Maßnahme war eine Kooperation zwischen dem Kreis Lippe, der Stadt Lage, dem Städtischen Abwasserbetrieb und den Stadtwerken. „Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Eigenbetrieb Straßen des Kreises Lippe hat erneut gut funktioniert. Durch den Umbau der Pottenhauser Straße haben wir die Verkehrssituation insgesamt verbessert und die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöht“, erklärte Landrat Dr. Axel Lehmann, bevor er zusammen mit Bürgermeister Matthias Kalkreuter, Beigeordnetem Thorsten Paulussen, Rainer Huneke (Leiter des Eigenbetriebs Straßen) und Thomas Hilker (Fachgebietsleiter des Eigenbetriebs) das symbolische „Freigabe-Band“ durchschnitt.
Die Bauarbeiten fanden auf einer Stecke von rund einem halben Kilometer statt. Dafür wurde die Pottenhauser Straße seit 8. April 2019 für zwei Bauabschnitte voll gesperrt. Die Straßenbaumaßnahme wurde ebenfalls genutzt, um eine Lücke im Geh- und Radweg zwischen Lage und Pottenhausen entlang der Kreisstraße in Höhe der Kläranlage zu schließen. Der vorhandene Gehweg wurde modernisiert und ist nun mindestens zwei Meter breit. Zudem legten die Bauarbeiter einen Fahrbahnteiler für die Überquerung der Straße sowie 38 PKW Stellplätze an.
„Das gemeinsame Projekt hat umfangreiche Maßnahmen vereint. Der Bereich entspricht nun aus Sicht des Eigenbetriebs Straßen den aktuellen Standards und bringt Vorteile für alle Verkehrsbeteiligten“, sagte Rainer Huneke. Bürgermeister Matthias Kalkreuter ergänzte: „Autofahrer haben vielfach den Randbereich zum Parken genutzt. So sind sich in der Vergangenheit der Fußgänger- und Radfahrverkehr entlang des Zentralfriedhofes mit den dort geparkten Autos oft in die Quere gekommen, was zu gefährlichen Situationen führte. Dieses Problem konnten wir erfolgreich beseitigen.“
Neben dem Wegebau wurden im Auftrag des Städtischen Abwasserbetriebs Kanäle erneuert und ein Gewässer ausgebaut. „Wir haben neben den technisch notwendigen Kanalerneuerungen durch großzügige Offenlage der Gewässer rund um den Friedhof bis zur Werre auch einen hohen ökologischen Anspruch erfüllt“, sagt Thorsten Paulussen, Leiter des Städtischen Abwasserbetriebs und Beigeordneter.

Kampfmittel vermutet

Luftbildauswertungen ließen im zweiten Bauabschnitt mögliche Kampfmittel im Untergrund vermuten. Dabei ging es darum, dass die Eisenbahnbrücke über die Werre und die Brücke über die Pottenhauser Straße am 21. Februar und am 19. März 1945 das Ziel alliierter Bombenangriffe gewesen waren. Am 19. März wurden durch Bombenabwurf sowohl die Brücke über die Werre als auch die nahezu unmittelbar anschließende Eisenbahnbrücke über die Pottenhauser Straße zerstört. Deshalb begleitete eine Fachfirma für Kampfmittelräumung jetzt den Kanal- und Wegebau. Die Bauarbeiten konnten aber ohne Funde beendet werden.
Die Kosten für den Ausbau der Pottenhauser Straße belaufen sich auf 1,4 Millionen Euro. Davon werden 75 Prozent von Bund und Land gefördert. Die Restkosten teilen sich zwischen dem Kreis und der Stadt Lage auf. Beigeordneter Paulussen bezifferte die Kanalerneuerungen mit 700.000 Euro und die Offenlegung der Gewässer rund um den Friedhof bis zur Werre mit 150.000 Euro.

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