Erweiterungsanbau in Dienst gestellt

Erweiterungsanbau in Dienst gestellt Löscheinheit Hagen: Doppelgarage für die Fahrzeuge - Gerätehaus umgebaut

Lage-Hagen.
Die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Lage-Hagen um eine Doppelgarage zur Fahrzeugunterbringung sowie weitere Baumaßnahmen zur Ertüchtigung des Feuerwehrgerätehauses sind jetzt fertiggestellt. Zur Übergabe der Räume an die Freiwillige Feuerwehr war ursprünglich ein feierlicher Termin mit Vertretern der Stadt, der Feuerwehr und mit den am Bauvorhaben Beteiligten vorgesehen. Die Corona-Schutzmaßnahmen ließen dies jedoch nicht zu. Um die neuen und modernisierten Räumlichkeiten der Feuerwehr ihrer Bestimmung zu übergeben, wurden sie am Montag, 31. August 2020, im kleinen Rahmen in Dienst gestellt.
Bürgermeister Matthias Kalk­reuter erinnerte daran, dass er der Löscheinheit Hagen deren neues Einsatzfahrzeug, nämlich das Löschgruppenfahrzeug Iveco LF 10, bereits am 8. November 2019 offiziell übergeben habe. Das etwa 300.000 Euro teure Fahrzeug mit Allrad für Straße und Gelände und mit Magirus-Aufbau habe man allerdings gar nicht im Feuerwehrgerätehaus Hagen unterbringen können, weil der Einsatzwagen bedeutend größer ist als sein gut 25 Jahre alter Vorgänger. Deshalb habe die Stadt in Hagen ein neues Feuerwehrgerätehaus bzw. eine neue Doppelgarage bauen müssen, erläuterte der Bürgermeister. Bis zur Fertigstellung der neuen Fahrzeugunterbringung wurde das Löschfahrzeug in einer Scheune des benachbarten Hofes Krietenstein abgestellt, wofür sich Bürger­meis­ter Kalkreuter im Namen der Stadt bei der Familie Krietenstein und insbesondere bei Peter-Fried­rich Krietenstein bedankte.
Matthias Kalkreuter führte weiter aus, dass das bestehende Feuerwehrgerätehaus Hagen zu Funktionsräumen der Feuerwehr (Umkleide-, WC-, und Duschräume, Sozialraum sowie Lagerraum) umgebaut worden sei. Die neue Fahrzeughalle, die Platz biete für zwei Feuerwehrfahrzeuge, sei mit einem darunter liegenden Löschwasserbecken mit über 200 Kubikmeter Fassungsvermögen vor dem Bestandsgebäude errichtet und durch einen Verbindungsgang angeschlossen worden.
Beigeordneter Thorsten Paulussen bezifferte bei der Einweihung des erweiterten Feuerwehrgerätehauses die Baukosten der Gesamtmaßnahme mit 975.000 Euro. Durch erhöhte Kosten beim Abbruch und Bodenaustausch im Bereich des ehemaligen Löschteiches, durch Auflagen zum baulichen Brandschutz, wegen der Kosten für neue Hausanschlüsse und für zusätzliche Revisionsschächte, durch erhöhte Kosten für den Austausch von defekten Grundleitungen unter dem Bestandsgebäude sowie durch Kos­tensteigerungen bei Ausschreibungsergebnissen sei ein ursprünglich kalkulierter Kostenansatz nicht auskömmlich gewesen. Die daraus resultierenden Kos­tensteigerungen habe der Stadt­rat einstimmig genehmigt.

Neubau ohne Alternative
Man habe den ehemaligen Löschteich ersetzen und mit der Fahrzeughalle überbauen müssen, weil das Feuerwehrgerätehaus an seinem Standort verblieben sei. Es sei nicht möglich gewesen, es zu verlegen. Es gebe in Hagen kein Alternativgrundstück, das die Anforderungen an einen Feuerwehrstandort erfülle, zum Beispiel die geforderte Zentralität.
Es war auch nicht möglich, ein kleineres Einsatzfahrzeug anzuschaffen, das in das bestehende Feuerwehrgerätehaus eventuell noch hineingepasst hätte. Der Tank des im November übergebenen LF 10 kann 1.200 Liter Löschwasser aufnehmen. Das Vorgänger-Fahrzeug hatte eine Kapazität von 600 Litern. Mit 1.200 Litern kann die Feuerwehr etwa 10 Minuten lang einen Zimmerbrand bekämpfen. Deshalb müssen die Einsatzkräfte beim Eintreffen am Brandort nicht sofort zeitparallel zum Löschangriff eine Wasserversorgung aufbauen. Wegen des mitgeführten Wasservorrats sind die Einsatzkräfte in den ers­ten Minuten am Einsatzort von einer externen Wasserversorgung unabhängig und können sofort mit der Brandbekämpfung beginnen.
Wehrführer Friedhelm Stölting und Hagens Löschgruppenführer Andreas Bicker zeigten sich mit Um- und Neubau sehr zufrieden. Als „gelungene Sache“ bewertete Stadtbrandinspektor Stölting die Erneuerung des Feuerwehrstandortes Hagen. Andreas Bicker ergänzte, dass sich alle Mitglieder der Löscheinheit Hagen sehr über den Neubau und den Umbau der Bestandsimmobilie freuen würden.

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