Kinder sollen zu Fuß zur Schule gehen

Kinder sollen zu Fuß zur Schule gehen Hol- und Bringzonen für die Grundschule Ehrentrup - Wegbegleiter machen aufmerksam

Lage-Ehrentrup.
Um den Hol- und Bringverkehr an der Grundschule Ehrentrup zu verringern, wurde jüngst für die Schulkinder der Grundschule Ehrentrup auf dem Parkplatz der Stadtverwaltung an der Stauffenbergstraße eine Hol- und Bringzone hinter der Tankstelle eingerichtet. Eltern können dort kurzzeitig halten und ihre Kinder im Bereich der Wehranlage aussteigen lassen. Die Schulkinder gehen dann über die Brücke der Wehranlage auf dem Fußweg zur Straße „In der Bülte“ und dort weiter bis zur Grundschule. Auf dem Parkplatz wurde ein Verkehrszeichen mit der Aufschrift „Hol- und Bringzone“ aufgestellt. Der Übergang des Fußweges an der Straße „In der Bülte“ wurde mit Verkehrssicherungselementen gestaltet.
Auch auf dem Freibad-Parkplatz an der Breiten Straße wurde in den jüngsten Herbstferien eine Hol- und Bringzone für Kinder der GS Ehrentrup eingerichtet. Im Zuge einer Neugestaltung des Parkplatzes wurde ein Fußweg von dort zum Kreisverkehrsplatz angelegt. Beide Schulwege - vom Freibad-Parkplatz zur Schule und von der Tankstelle zur Schule - wurden mit bunten Aufstellern („Wegbegleitern“) gekennzeichnet, die die Aufmerksamkeit von Autofahrern wecken und sie darauf hinweisen sollen, dass dort Schulkinder unterwegs sind.
Bei einem Ortstermin am Donnerstag, 12. November 2020, erklärte Bürgermeister Matthias Kalkreuter, dass die Stadt an der Grundschule in Hardissen schon gute Erfahrung mit einer Hol- und Bringzone gesammelt habe. Um das Fahrzeugaufkommen zu Schulbeginn und beim Schulschluss zu verringern, können die Kinder vom Parkplatz an der Stauffenbergstraße jetzt den 300 bis 400 Meter langen Weg über die Brücke der Wehranlage und über die Bülte zur Schule zu Fuß zurück­legen. Darüber hinaus sei ein Straßenabschnitt in Schulnähe mit einem Parkverbot versehen worden.
Das Verbot unterstütze auch die Verkehrsregelung oberhalb der Schule. Die frühere Verkehrsführung sei im Hinblick auf das entstehende Wohnbaugebiet „Obere Bült“ unlängst testweise verändert worden. Einstimmig hatte der Ausschuss für öffentliche Ordnung, Sicherheit und Feuerwehr auf seiner Sitzung am 19. Mai 2020 beschlossen, für den Ortsteil Ehrentrup verschiedene Maßnahmen zur Verkehrsführung und Verkehrssicherung probeweise auszuführen, um die „Altanlieger“ vor zusätzlichen Verkehrsbelastungen wegen des Neubaugebietes möglichst zu schützen.
Beigeordneter Thorsten Paulussen und Fachteamleiter Uwe Friedrichsmeier berichteten bei der „Einweihung“ der neuen Hol- und Bringzone, dass alle oben erwähnten „Wegbegleiter“ zwi­schenzeitlich aufgestellt worden seien. Des Weiteren sei auch der Parkplatz am Freibad als weitere Hol- und Bringzone ausgewiesen worden. Symbol der Ausschilderung ist eine Rübe, die den Kindern vom Parkplatz Stauffenbergstraße bzw. vom Freibad-Parkplatz bis zur Grundschule den Weg weist. „Wenn Eltern und Kinder das neue Angebot nutzen, belohnen wir das in der Schule“, erklärte Schulleiterin Antje Ehlebracht. Für jeden zu Fuß zurückgelegten Weg dürfen die Grundschüler morgens nach Ankunft in der Klasse eine Rübe ausmalen.
Diese auf Blättern auszumalenden Symbole werden gezählt. Wenn zum Beispiel 5.000 davon für die ganze Schule ausgemalt werden, winkt den Grundschülern eine Belohnung, zum Beispiel eine Pause mit Musik.
Vom Förderverein der Schule wurde das Schulwegprojekt durch die Verteilung von gelben Westen, Blinkis und einen Mund-Nase-Schutz mit Schullogo an die Kinder unterstützt. Als erste Resonanz könne festgestellt werden, dass sich morgens die Anzahl der an- und abfahrenden Fahrzeuge reduziert habe und es zum Schulbeginn rund um die Schule ruhiger geworden sei, berichtete Antje Ehle­bracht.
„Herzlichen Dank an die Grundschule Ehrentrup für die tolle Kooperation in der Umsetzung dieses Schulwegsicherungsprojekts. Ich hoffe, dass der Elternhalteplatz hier an der Stauffenbergstraße gut angenommen wird und die Verkehrssituation an der Schule sich dadurch nachhaltig entzerrt“, so Bürgermeister Mat­thias Kalkreuter.

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