Lagenser Identitäten

Lagenser Identitäten Das Fotoprojekt vom Stadtmarketing Lage e.V. in Kooperation mit dem Fotografen Matthias Schmalsch

Lage. Der Stadtmarketing Verein Lage hat im vergangenen Jahr mehrere Arbeitsgruppen installiert mit den Fachrichtungen Marketing, Kultur und Sport, Industrie und Handwerk sowie
Citymanagement/Veranstaltungen. Die Fachgruppe Marketing (Sabrina Kwiatkowski, Guido Friedrich, Ulrike Pietsch und Ulrike Busse) hat in mehreren Sitzungen die Idee „Lagenser Identitäten” ins Spiel gebracht und immer weiter verfolgt.

Was steckt dahinter?
Wenn man den Lagenser fragt, was Lage besonders macht, dann fehlen ihm die Worte. Das Besondere, Heimelige und Schöne, was die Menschen in dem Städtchen am Teutoburger Wald hält, scheint verborgen. Der Charakter der sogenannten Zuckerstadt ist nicht greifbar, hört man sich jedoch um, scheint es von Charakteren nur so zu wimmeln. Der Fotograf Matthias Schmalsch machte sich auf die Suche nach der Identität Lages und traf vier Persönlichkeiten in ihrem alltäglichen Umfeld. Die Großmutter, die in vierter Generation in ihrem Haus am Waldrand lebt, ein leidenschaftlicher Musiker, der in Lage seine kulinarische Vision verwirklicht, die Mutter, die von ihrer eigenen malerischen Kindheit in der Lagenser Innenstadt schwärmt und einen Mann, der mit viel Engagement und Leidenschaft Generationen zusammenführt. Die Ergebnisse dieser intensiven Begegnungen sind stimmungsvolle Bildserien, die seit Anfang Mai in der Lagenser Innenstadt zu sehen sind. Die Lagenser Identitäten bespielen die Fensterfronten von insgesamt vier Leerständen und Ladenlokalen in der Langen Straße und Bergstraße. So werden aus den stillgelegten Ladenlokalen Orte, die wie ein Buch die Geschichten der Stadt erzählen. Die Bildserien sind zudem auf www.lagenser-identitaeten.com zu finden.

Es geht weiter -
Teilnehmer gesucht!
Auch die Baustelle am Marktplatz wird zum prominenten Schauplatz der Lagenser Identitäten. Insgesamt dreißig Bauzäune bilden die Basis für eine weitere Inszenierung. Wer Teil des Fotoprojektes werden möchte oder jemanden kennt, der keineswegs fehlen darf, kann sich online bis zum 20. Mai 2018 auf www.lagenser-identitaeten.com bewerben. „Wir suchen 6-8 weitere Charaktere, die Lage zu dem machen was sie ist. Personen mit einer besonderen oder auch ganz typischen Geschichte“, erklärt Sabrina Kwiatkowski vom Stadtmarketing Lage e.V., Ideengeberin und Koordinatorin des Projektes.

Die bisherigen Teilnehmer
Lieselotte Lange:
Wenn Lieselotte Lange hinter ihrem Haus, nahe der Obstbaumwiese sitzt, ihren Blick über das angrenzende Wäldchen und den plätschernden Bach wandern lässt, schaut sie auf mehr als 150 Jahre Familiengeschichte zurück. Eine Geschichte, die zu einer Zeit begann als die Gegend mehr Feld und Wiese war als eine belebte Siedlung. Lieselotte Lange wurde in dem Haus geboren, so wie ihre Mutter. Ihre Urgroßeltern legten den Grundstein. Der kleine, von den Jahren gezeichnete Stall, gebaut für wenige Nutztiere, lässt das Idyll ihrer Kindheitstage erahnen und so sehr sie das Leben hier auch schätzt, manchmal musste sie raus, die Welt sehen, etwas erleben. Ob von ihren Reisen oder den hellen Tagen in der Heimat – wenn sie erzählt beginnen ihre Augen zu leuchten.

Dr. Fritz Feger
Geboren als Landwirtssohn in Hardissen zog es den leidenschaftlichen Musiker Fritz Feger hinaus in die weite Musikwelt. Der Multiinstrumentalist und Komponist bespielte zahlreiche Bühnen von Hamburg bis Wien – im Bundesjazzorchester, als Teil diverser Bands der Hannoveraner und Hamburger Jazzszene oder als Theatermusiker und musikalischer Leiter.
Die Landwirtschaft ließ ihn nie los. Er schätzt Handgemachtes und die Menschen, die mit Kopf und Herz etwas Gutes kreieren – ganz gleich ob Lebensmittel, Möbel oder Musik. Mit der Vision, den Vertrieb regionaler Manufakturprodukte zu stärken, kam der promovierte Agrarökonom zurück auf den elterlichen Hof nach Lippe. Dort lebt er mit seiner vierköpfigen Familie.


Katrin Winter
In ihrer Kindheit empfand Katrin Winter das Leben in der Lagenser Innenstadt als frei und unbeschwert. Sie lief um die Häuser, spielte mit den befreundeten Nachbarskindern auf der Straße oder im Garten und fühlte sich in dem vertraut familiären Nachbarschaftsnetzwerk umsorgt und gut aufgehoben. Ihr Ur-Großvater hat das Haus auf der Bergstraße, in dem sie zusammen mit ihren Eltern und ihrer Familie lebt, kurz nach dem ersten Weltkrieg gebaut. Schuhhaus, Optiker: Das Gebäude hat wie die Innenstadt viele Transformationen erlebt. Nach dem sie einige Zeit außerhalb des Stadtkerns gewohnt hat, zog es Winter mit ihrem Lebensgefährten und ihrem Sohn, der Familientradition folgend, zurück auf die Bergstraße.

Harm-Hendrik Möller
Wer mit Harm-Hendrik Möller durch die Lagenser Innenstadt streift, kommt nicht schnell voran: Ein Gruß hier, ein kurzer Schnack dort. Ob Gemüsehändler oder Schulkind - Möller ist bekannt wie ein bunter Hund. Der sportbegeisterte Vater einer Patchwork-Familie leitet seit 23 Jahren das Senioren- und Pflegeheim an der Karolinenstraße. Seine Türen stehen immer offen und sollten sie mal zu sein, begleitet er gewiss eine seiner generationsübergreifenden Touren – nach Norderney oder auf den nahegelegenen Lagenser Wochenmarkt. Mit viel Einfallsreichtum schafft Möller immer neue Angebote, die jung und alt zusammenführen – für ihn eine Herzenssache.

Der Fotograf
Matthias Schmalsch
Der gebürtige Detmolder Matthias Schmalsch verbrachte nach seinem Abschluss als Diplom Objekt Designer mehrere Monate an der Akademie für Kunst in Oradea, Rumänien. Durch den Aufenthalt und diverse Reisen in die Region knüpfte er erste Kontakte zur Reportage-Fotografie. Der Mensch steht im Mittelpunkt seiner Bildserien, er ist präsent, selbst in menschenleeren Werken. Gesehenes reduziert Schmalsch auf das Wesentliche. Durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Objekt und seinen Licht-Stimmungen gelingt es dem in Aschaffenburg lebenden Fotografen eine besondere, oftmals ruhige Atmosphäre zu kreieren.

Dank an Eigentümer
und Verwalter
Ein großes Dankeschön spricht Stadtmarketing-Geschäftsführer Ralf Hammacher den Eigentümern und Verwaltern der Leerstände an denen die Fotos jetzt prangern aus, dass sie ihre Ladenlokale zur Verfügung gestellt haben. „Natürlich hoffen wir auf weitere die mitmachen”, so Hammacher, „aber ich bin ganz optimistisch. Einige haben schon ihre Bereitschaft signalisiert, wollten aber erst einmal schauen wie das ganze rüber kommt”.
Die Fotos auf Adhäsiv-Folie sind im übrigen wieder ganz leicht zu entfernen. Diese Folien haften ganz ohne Klebstoff, rein durch Adhäsion auf absolut glatten Flächen (z.B. Glas oder lackierten Oberflächen).
Diese Art der Folien werden oft auch beim Window-Color eingesetzt um die Farben wieder rück­standslos von den Fenstern zu entfernen.

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