Probleme erkennen - Entwicklungsziele festlegen

Probleme erkennen - Entwicklungsziele festlegen Stadtrat stößt integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) für die Kernstadt an

Lage. Einstimmig beschloss der Stadtrat während seiner jüngsten Sitzung am Donnerstag, 26. September 2019, die Verwaltung zu beauftragen, für die Kernstadt Lage ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) unter Inanspruchnahme eines Planungsbüros zu erstellen und den politischen Gremien der Stadt zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen. In einem ISEK werden wesentliche städtebauliche Projekte und Maßnahmen der kommenden Jahre festgelegt, um z.B. sozialräumliche Defizite zu überwinden und um Anpassungserfordernisse zu meistern. Das Konzept ist Grundlage, um Städtebaufördermittel einzuwerben.
Der Rat beauftragte die Verwaltung ferner, und zwar ebenfalls einstimmig, Fördermittel für die Erstellung des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes zu beantragen. Darüber hinaus soll ebenfalls die Erstellung eines Fuß- und Radwegekonzeptes für die Kernstadt Lage zur Vorbereitung von Maßnahmen und Projekten im Rahmen der Städtebauförderung unter Inanspruchnahme eines Planungsbüros erfolgen.
Die von der Stadt zu tragenden Aufwendungen bzw. Auszahlungen für die Erstellung der Konzepte werden, eine positive Bescheidung der entsprechenden Förderanträge vorausgesetzt, mit aktuell 60 Prozent der Gesamtkosten (= ca. 60.000 Euro) gefördert. D. h., der Eigenanteil der Stadt Lage an den Aufwendungen bzw. Auszahlungen würde sich nach Abzug der Fördermittel (36.000 Euro) auf 24.000 Euro belaufen.
Am 6. August 2019 fand mit Vertretern des NRW-Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung, der Bezirksregierung Detmold und der Stadt Lage ein Behördentermin bzgl. der Vorstellung des am 7. März 2019 vom Rat der Stadt Lage beschlossenen Stadtentwicklungskonzeptes (STEK) sowie der aktuellen konzeptionellen Überlegungen zur Aufstellung eines ISEK statt.
Ein ISEK ist die Voraussetzung, um Fördermittel einwerben bzw. beantragen zu können. Es hat das Ziel, städtebauliche und soziale Missstände zu beseitigen und hierfür entsprechende Maßnahmen aufzuzeigen.
Beim Behördentermin wurde deutlich, dass sich die Handlungserfordernisse im Innenstadtbereich der Stadt Lage, und nur darauf konzentriert sich das ISEK, im Wesentlichen in vier Themenkomplexen zusammenfassen lassen:
1. Neuordnung und Neugestaltung des öffentlichen Raumes mit den zentralen Maßnahmen „Umgestaltung Marktplatz“ und „Umgestaltung der Fußgängerzone Bergstraße / Lange Straße“;
2. Profilierung und Standortaufwertung / Modernisierung zur Verbesserung des Stadtbildes und der Verbesserung der privaten Gebäudesubstanz in der Innenstadt;
3. „Stadt ans Wasser“ mit Maßnahmen zur Erlebbarmachung der Werre im Innenstadtbereich und
4. Gemeinbedarfseinrichtungen mit den beabsichtigten Sanierungen des historischen Rathauses, des Technikums und des Bürgerhauses.
In der vom Stadtrat verabschiedeten Vorlage heißt es weiterin, dass die Verwaltung bestrebt sei, kurzfristig (bis Ende 2019 / Anfang 2020) ein ISEK zu erstellen und der Politik zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen.
Die Verwaltung wurde zudem beauftragt, nicht nur Fördermittel für ein ISEK sowie ein Fuß- und Radwegkonzept zu beantragen, sondern auch für die Anlage einer Grünanlage an der Ecke Lange Straße / Pottenhauser Straße (Wendt-Kreuzung).

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