Schützengilde der Stadt Lage von 1509 e.V.

Schützengilde der Stadt Lage von 1509 e.V. Vorstand zieht Jahresbilanz und sammelt für sozialen Zweck

Lage (th). „Zwischen der Schützengilde der Stadt Lage von 1509 e.V. und der Stadt Lage besteht eine enge Verbindung”, so Sabine Fieke, 1. stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Lage, in ihrem Grußwort anlässlich der Generalversammlung der Schützengilde Lage.
„Dass alle 2 Jahre stattfindende Lagenser Schützenfest ist für viele ein Wiedersehensfest, nimmt doch der ein oder andere weite Wege auf sich um in Lage das Schützenfest zu feiern. Mein Dank gilt dem Vorstand der Gilde und an alle Schützenschwes­tern und Schützenbrüder für ihr Engagement fürs Ehrenamt. Macht weiter so!”, forderte Sabine Fieke alle Anwesenden auf.
Auch der amtierende Schützenkönig Jörg I. (Leith) richtete ein paar Worte an die Versammlung, in denen er dem Vorstand dankte für die ausgezeichnete Arbeit die dieser verichten würde. „Ich bin erst seit einem Jahr aktiver Schütze und konnte mir bislang nicht ausmalen wieviel Arbeit hinter dem Ganzen steckt. Mein erstes halbes Jahr als König war einfach sensationell und ein tolles Erelebnis. Gleiches darf ich auch von meiner Königin Kirsten I. (Reiche) ausrichten”. Er gab aber auch ein Signal an den Vorstand weiter, indem er die Verantwortlichen aufforderte, den Nachwuchs weiter mit einzubinden. „Wir haben ein tolles Altes Rott und ein tolles Damenrott. Nach dem Ausscheiden aus dem Rott sollten die jungen Leute unbedingt in das Kompanieleben mit eingebunden werden.
Nun war es an der Zeit Bilanz zu ziehen, und zwar aus Sicht des Vorstandes. Michael Krügermeyer-Kalthoff, Oberst und 1. Vorsitzender der Gilde, lobte das vielfältige Angebot für die Schützinnen und Schützen in den einzelnen Kompanien wie z.B. Familiennachmittage, Fahrradtouren, das traditionelle Crossgolf usw.
Besonders hob er die besonderen Feten auf dem Schießstand hervor, wie Italienische Nacht der 3. Kompanie, Bayerischer Abend der 1. Kompanie, lippischer Abend der 2. Kompanie, Oktoberfest des Alten Rott und die Great Gatsby-Party des Damenrotts. „Das sind Angebote für unsere Mitglieder, die sich sehen lassen können, und sie fördern das Kompanieleben, machen die Kompanien und Rötter attraktiv und sollten neue Mitglieder mit sich bringen. Das Treiben in diesen Abteilungen bildet das stabile Bataillon, für unsere traditionsreiche Gilde”, so der Oberst.
Traditionsreich und nicht wegzudenken ist natürlich das alle zwei Jahre stattfindende Schützenfest. „Aber in den letzten Jahren haben wir erfahren, dass es immer schwieriger wird, so ein Fest auszurichten. Häufige Wechsel der Festwirte zeigten dies. Und so musste uns in diesem Jahr ein Fest gelingen, damit unser Festwirt zufrieden ist und weitere Feste mit uns veranstaltet. Dies ist uns in diesem Jahr gelungen”, freut sich der Oberst und fährt fort. „Wir haben Veränderungen vorgenommen, die sich bewährt haben. Wir haben unser Schützenfest attraktiver gestalten können und haben es zu einem Fest für die Menschen unserer Stadt machen können. Dies ist durch den neuen Platzaufbau gut gelungen. Jedermann konnte ohne Eintritt zu bezahlen auf dem Festplatz an der Bierbude mit Freunden feiern, das gesamte Essensangebot genießen und sogar am Preisschießen teilnehmen. Der Biergarten konnte gut eingesehen werden und man sah, dass dort etwas los war. Auch der Sonntagnachmittag, der erstmalig zum Familientag wurde, war sehr stark besucht. Noch während wir marschierten kamen die Besucher. Auch hier war die Entscheidung richtig, am Sonntag generell keinen Eintritt zu nehmen. Erneut ein Highlight war die After Work Party, die den Montag wieder zu einem super Festtag werden ließ”.
Seinen Dank richtete der Oberst u.a. auch an die Stadt Lage. „Die zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Ordnungsamtes war sehr vertrauensvoll und die Unterstützung des Bauhofs hat uns ebenfalls sehr geholfen. Weiterhin dankte er der Polizei und dem Sanitätsdienst des Roten Kreuzes”.
Schlußendlich galt sein Dank allen Sponsoren: „Es tut gut und hilft uns, wenn wir solch eine tolle Unterstützung bekommen”.
Bataillons-Schießoffizier Rainer Ottemeier präsentierte den Anwesenden im Anschluß die Schießergebnisse der abgelaufenden Schießsaison. Besonders hervor hob er dabei die erzielte Höchst­ringzahl von 50 geschossen Ring hervor. Die 2. Kompanie war hier zweimal erfolgreich, genauso wie die 1. Kompanie. Unerreichbar allerdings die 3. Kompanie, dort gelang es gar 10 Mal die höchste Ringzahl zu erzielen.
Auch galt es einen Schützen besonders hervorzuheben. Siggi Stoppok (2. Kompanie) versäumte in den letzten 10 Jahren keinen einzigen Schießabend.

Sammlung
für einen sozialen Zweck
Es ist mittlerweile Tradition, dass während der Generalversammlung für einen sozialen Zweck gesammlt wird. In diesem Jahr forderte Oberst Michael Krügermeyer-Kalthoff die Versammlung auf – in Lage soll ein Jugendcafé entstehen als Treffpunkt für die Jugend – dafür zu spenden, um z.B. einen Billardtisch oder einen Darts-Automaten oder gar beides zu finanzieren. „Wir können uns auch vorstellen, dieses Projekt längerfristig zu begleiten. Wir wünschen uns nur, dass nun auch zügig Räumnlichkeiten gefunden werden, leere Ladenlokale gibt es, glaube ich genug”, so der Oberst.
Bei der diesjährigen Sammlung spendeten die ca. 130 Anwesenden 1.073,23 Euro.
Matthias Obendiek, Schatzmeis­ter der Schützengilde Lage, präsentierte der Versammlung einen Kassenbericht, der auf soliden Füßen steht. Dennoch wies er darauf hin, dass es einiges an Renovierungsarbeiten auf dem Schießstand bedarf. So muss das Dach des Schießstandes dringend renoviert werden und ein Anbau für Sozial- und weiterer Sanitärräume soll errichtet werden. So forderte er die Versammlung auf einer Beitragserhöhung von 5 Euro/Jahr für jedes Mitglied zuzustimmen. Bei zwei Enthaltungen wurde dem zugestimmt.
Peter Krietenstein stellte an­schließend den Antrag auf Entlas­tung des Vorstandes. Auch diese wurde einstimming erteilt.
Nächster Punkt auf der Tagesordnung war die Wahl zum Ältes­tenrat der Gilde. Hier wurden gewählt: Fritz Pemeyer (1. Kompanie), Eduard Meier (2. Kompanie) und Peter Krietenstein (3. Kompanie).
Zum Schluß der Versammlung entließ Oberst Michael Krügermeyer-Kalthoff zwei aktive Offiziere in den „Ruhestand”, die ihn schriftlich um Inaktivierung gebeten hatten.
Dies waren Klaus-Dieter Graf (1. Kompanie), der 26 Jahre lang Offizier der Gilde war und Peter Krietenstein (3. Kompanie). Peter Krietenstein war 30 Jahre lang Offizier der Gilde.

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