Überall Abbruch und Aufbruch

Überall Abbruch und Aufbruch Abriss des 1906 als Krankenhaus erbauten Alt-Karolinenheims in vollem Gange

Lage. Umfassende Rückbau- und Neubauvorhaben an mehreren Stellen in der Stadt zeigen deutlich, dass Lage sich entwickelt. Manche sagen, dass sich in den jüngsten sechs Jahren im innerstädtischen Bereich weitaus mehr verändert habe als in den zwölf Jahren davor.
Das für die gesamte Stadt wegweisende Bauprojekt des „Lagenser Forums am Drawen Hof“ (Neues Rathaus) wurde Ende 2017 fertiggestellt, nach einem Teilabbruch des früheren City-Centers. Bereits drei Jahre zuvor (2014) wurde an der Langen Straße 58 - 64 der neue Rewe-Markt eröffnet, nachdem die Alt-Immobilien Lange Straße 58, 60, 62 mit den damaligen Ladenlokalen Foto Wilke, Postillon und Le Figaro im Herbst 2013 abgerissen worden waren. Ein ähnliches Bild in der Friedrichstraße, wo auf dem Grundstück des ehemaligen „Hofs Riekehof“ im Jahr 2012 ein Neubau mit Wohnungen und Gewerbeflächen entstand (Fried­richstraße 9). Das frühere „Postamt“ in der Friedrichstraße 30 wurde im Jahr 2013 abgerissen und machte Platz für die neue Wohnanlage „Wohnen in der Stadt“ mit 18 barrierefreien Stadtwohnungen (2014).
Weitere bedeutende Hochbauprojekte der jüngsten Zeit im Innenstadtbereich waren bzw. sind: Abriss von Uhren Krüger (Lange Straße 89) und Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses dort (2016), Abriss des ehemaligen Fabrikgebäudes der Firma Ahlers (2011, Friedrich-Ebert-Straße) und Neubau der Altenpflegeeinrichtung „Werrehof“ (2012), Abriss der früheren Firma Reiche (2017), Abriss der ehemaligen „Reiche-Villa“ (2018) auf dem Grundstück Schötmarsche Straße 37 und Neubau der Seniorenresidenz Stricker dort (zur Zeit laufende Bauarbeiten), Abriss der früheren Rathäuser II und IIa (2017) und Neubau des Wohn- und Geschäftshauses „Projekt M“ (ebenfalls zur Zeit laufende Bauarbeiten).
Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Zum Beispiel könnte man noch erinnern an den (alten) Aldi-Markt, den Bahnhof und den Zentralen Omnibusbahnhof …
Überall Abbruch und Aufbruch - und nun das alte Karolinenheim bzw. das frühere Krankenhaus. In den letzten Septembertagen 2018 zogen die ersten Senioren in den Karolinenheim-Neubau ein. Sieben Jahre nach den ersten Modernisierungsgedanken. Am 28. September 2018 waren alle Heimbewohner vom alten Karolinenheim in ihre neuen Einzelzimmer umgezogen, nachdem die Heimaufsicht des Kreises Lippe den Neubau inspiziert und überprüft hatte (der Postillon berichtete).
In der zweiten Oktoberhälfte begannen die Arbeiten zum Abbruch der 1906 als Krankenhaus errichteten Alt-Immobilie. Obwohl man um den Erhalt des alten Krankenhauses in Gesprächen mit Architekten und Planern gekämpft habe, so Harm-Hendrik Möller, Leiter des Seniorenheims Karolinenstraße, in einer früheren Stellungnahme, sei deren Urteil eindeutig ausgefallen: Wenn man die gesetzlichen Vorschriften einhalten wolle, gebe es keine Chance, diese in der Alt-Immobilie zu verwirklichen. Deshalb müsse man das (alte) Seniorenheim Karolinenstraße durch einen Neubau an der Langen Straße und der Karolinenstraße ersetzen und den Altbau abreißen.

Bis Weihnachten
Die Rückbaupläne sehen vor, dass der Altbau bis Weihnachten vollkommen verschwunden ist. Nach Abriss des nördlichen Teils des früheren Krankenhauses wird an dieser Stelle mit dem Bodenaushub begonnen für einen weiteren Gebäudeteil, der an die Neu-Immobilie angebaut wird.
Dieser Bau soll im April kommenden Jahres vollendet sein. Der Anbau bringt Raum für weitere neun Heimplätze und steigert die Gesamtzahl der Heimplätze auf 80 (alles Einzelzimmer). Im Altbau, dessen Tage unwiderruflich gezählt sind, waren es 69 Plätze.

Zurück