Vater-Sohn-Portrait

Vater-Sohn-Portrait Matthias Kalkreuter und sein Vater Kurt im Gespräch mit dem Postillon

Lage.
Der Sohn, Matthias Kalk­reuter, 34 Jahre, ist am 16.06.2019 zum Bürgermeis­ter der Stadt Lage gewählt worden. Der Vater, Kurt Kalkreuter, 67 Jahre, wurde aktuell vom Kreistag als stellvertretender Landrat bestätigt. Der Postillon hat beide SPD-Politiker getroffen, um sie in einem Vater-Sohn-Porträt vorzustellen.

Was sagt der Sohn / der Vater?
Sohn: Ich bin politisch in die Fußstapfen meines Vaters getreten; wir ticken an dieser Stelle gleich.
Vater: Das freut mich besonders, die Kinder sind oft weit entfernt, nur wenige Politikerkinder gehen in die Politik.
Sohn: Dabei haben wir nicht immer die gleiche Meinung. Früher haben wir den Diskurs am Küchentisch geführt.

Mit welchen Eigenschaften würden Sie Ihren Sohn/Vater beschreiben?
Vater: Mein Sohn ist gedächtnisstark; man merkt das, wenn man selber älter wird.
Sohn: Mein Vater bringt Durchhaltevermögen mit, 36 Jahre Kommunalpolitik mit Schwerpunkt Verkehr. Er ist zielstrebig, um etwas für die Menschen vor Ort zu erreichen.

Was schätzen Sie an Ihrem Sohn/Vater?
Vater: Sein zielorientiertes Arbeiten
Sohn: Seine Zuverlässigkeit. Ich kann und darf mich auf ihn verlassen. Auf sein Erfahrungswissen in der Kommunalpolitik greife ich gerne zurück.

Worüber freut sich Ihr Sohn/Vater am meisten?
Vater: Ich bin stolz auf ihn, dass er Bürgermeister der Stadt Lage ist, schließlich gibt es nur einen! Er ist engagiert, das wird von der Bevölkerung zurückgespiegelt. Es freut mich, dass er in der Stadt präsent ist und dass er Politik und Privatleben gut unter einen Hut bekommt.
Sohn: Er freut sich, dass seine Familie in der Nähe ist und seine Enkelkinder im gleichen Ort wohnen. Neue Aufgaben kommen auf ihn zu, er ist aktiv im Alter.

Womit kann man Ihren Sohn/Vater so richtig ärgern?
Vater: Unzuverlässigkeit, wenn sich Menschen nicht an Absprachen halten.
Sohn: Das ist bei meinem Vater nicht anders, er kann sich über unredliche Menschen ärgern. Lieber klare Kante als hintenherum.

Was wünschen Sie Ihrem Sohn / Vater für die Zukunft?
Sohn: Richtung 70 ist Gesundheit das wichtigste. Vor neun Jahren hat er neu gebaut. Ich wünsche ihm, dass er in den eigenen vier Wänden noch lange selbstbestimmt leben kann.
Vater: Ich wünsche ihm, dass er seine politischen Ideen umsetzen kann. Privat ist alles gut, die Familie wächst, ein Haus ist gebaut, Bäume sind gepflanzt.

Was möchten Sie in der Politik umsetzen?
Vater: Ich wünsche mir Nachhaltigkeit für die Stadt, den Kreis und die Menschen. Wir brauchen genügend Flexibilität, alle fünf Jahre gibt es neue Ideen. Vor fünfzehn Jahren war ich fast der einzige, der die Begatalbahn reaktivieren wollte. Jetzt sprechen alle über eine Mobilitätswende. Bis vor fünf Jahren waren wir froh über den Flughafen Paderborn. Manchmal muss man sich von alten Ideen trennen… Neu ist auch die Wasserrahmenrichtlinie, offen ist, ob die Kläranlagen oder Einleiter erneuert werden müssen. Bislang wurde nur repariert.
Auf dem Werreanger würde heute kein Schulzentrum mehr gebaut, wegen des Hochwasserschutzes, damals war man froh, dass man das Freibad vom Werrewasser speisen konnte, heute muss das Grundwasser abgesenkt werden.
Sohn: Drei Ziele stehen im Mittelpunkt meines Handelns: Eine attraktive Innenstadt, lebenswerte Ortsteile und eine gute Bildungslandschaft in Lage. Erste Projekte habe ich schon anschieben können.

Welche Freizeitaktivitäten bevorzugen Sie?
Vater: In jungen Jahren aktiv im Triathlon, heute nur Radfahren. Die Liebe zum Sport ist auch eine Vater-Sohn-Kontinuität…
Sohn: Bis zu meiner Wahl als Bürgermeister habe ich aktiv Schwimmsport betrieben, bis hin zu den Deutschen Meisterschaften der Senioren.
Vater: Im Sport muss man nicht schneller, sondern älter werden (schmunzelt).

Was würden Sie tun, wenn Sie König von Deutschland wären?
Vater: Das ist keine Frage für einen überzeugten Sozialdemokraten.
Sohn: Ich bin froh, dass ich als Bürgermeister von den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt legitimiert bin und nicht von Gottes Gnaden. Ich muss Mehrheiten finden, um Ideen umzusetzen.

Wie feiern Sie Weihnachten?
Sohn: Wir haben dieses Jahr vier Tage Zeit und feiern in Etappen im kleineren Familienkreis.

Lesen Sie gerne?
Vater: Ich lese viel, am liebsten Zeitschriften, da ist alles komprimierter.
Sohn: Bei mir ist es ähnlich, ansonsten lese ich gerne Biografien.

Spielen Sie gerne?
Sohn: Jetzt ist Zeit für Dinge, die sonst im Alltag untergehen.
Vater: Monopoly geht immer!

Sehen Sie gerne fern?
Vater: Ich sehe gerne ZDF NEO querbeet, Sendungen von Harald Lesch und Themen wie Geschichte und Archäologie.
Sohn: Den TATORT, wenn die Kinder schlafen, die 1,5 Stunden sind für uns ein Ritual. Ansonsten sehr unterschiedliche Sendungen. Serien sind aufgrund des Amtes nicht mehr möglich, außer vielleicht in der Mediathek.

Was möchten Sie gemeinsam politisch erreichen?
Vater: Die Errichtung einer neuen Rettungswache in Lage, es freut mich, dass Stadt und Kreis zusammen marschieren. Auch beim Medizinischen Versorgungszentrum wird es eine gemeinsame Zusammenarbeit geben.
Sohn: Die angestrebte Mobilitätswende wird nur partnerschaftlich zwischen Kreis und Stadt gelingen können.

Schlusssatz:
Vater und Sohn hoffen, nach der Bewältigung der Corona-Pandemie wieder politisch gestalten zu können; sie wünschen allen Bürgerinnen und Bürgern gesund durch die Krise zu kommen, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Neustart in 2021.

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